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Katzenjagd

Die Wildschwein-Lüge

Nein  -  wir füttern nicht ! ! !

 

 

Verschiedenes:

 

Perversion Jagd: Wiens Nobeljäger deklarieren sich als Lusttöter


Vergangenen Samstag, 24.11. leistete sich der Döblinger Jagdklub ein Jagdspektakel der besonderen Art:

Man reiste eigens nach Tschechien, um dort auf Fasane zu ballern, die nur für den Abschuss gezüchtet wurden.

In vier Trieben wurden an die 500 Vögel erlegt, die in Kisten auf einem LKW herangeschafft wurden, niemals zuvor waren die Tiere in Freiheit, sobald sie die Kisten mit wenigen Flügelschlägen verlassen hatten, war die gesammelte Gewehrsalve auf sie gerichtet - die Chance auf ein Überleben gleich Null.


Die Fasane versuchten verzweifelt dem „Kriegsgeschehen“ zu entkommen, wurden letztendlich getroffen und von den Hunden im Unterholz gepackt, Bleiregen rieselte wie Regenschauer nieder, verwundete Vögel knallten auf die Autos. Die Waidmänner verkaufen Jagdgegnern nur allzu gerne das Märchen vom Hegen und Pflegen, sehen sich als unbedingt notwendige Naturschützer, ohne die Fauna und Flora verloren wären. Das Beispiel der grausamen Fasanjagd belehrt eines Besseren:  Wer dazu ausrückt, dem geht es nur um die Lust am Töten. In sündteuren Geländewagen reiste man an, ließ sich von den tschechischen Jagdhelfern in einem Lager im Wald bekochen, die Tschechen durften auch dann den Dreck im Wald aufräumen, leere Patronenhülsen aufsammeln und die Strecke auslegen.


Andächtig verweilte die gut betuchte Jägerschaft nach dem Gemetzel vor den Tierleichen und lobte sich der waidgerechten und erfolgreichen Jagd.Generös wurde behauptet, all die geschossenen Tiere blieben selbstverständlich im tschechischen Dorf und dienten der Bevölkerung zur Nahrung - weit gefehlt, gierig wurde die Beute in den Kofferräumen der Karossen verstaut … MitarbeiterInnen des Österreichischen Tierschutzvereins und RespekTiere dokumentierten dieses blutige Spektakel.

Rückfragehinweis und Bildmaterial:
Österreichischer Tierschutzverein
Tel. 01/8973346

"Jaja, die Jagd ist schon notwendig"  (Red.)

 


 

 

 

24.06.2007  "Er hat sich aufgeführt wie John Wayne"

Im Bezirk Murau habe ein "schießwütiger" Mann auf dem Grundstück des Nachbarn ein Kitz regelrecht "hingerichtet". Anzeige läuft

 

BETTINA OBERRAINER

Ich sehe noch immer vor mir, wie mich das junge Reh angeguckt hat." Der Mann aus einem Ort im Bezirk Murau ist fassungslos. Über eine Aktion seines Nachbarn, jüngst passiert auf seinem Grundstück: "Er hat sich aufgeführt wie John Wayne, mit einem Revolver herumgefuchtelt und das Tier regelrecht hingerichtet." Was war seiner Beobachtung nach geschehen? Seine Lebensgefährtin war draußen im Garten und auf den Hund des Nachbarn aufmerksam geworden, der offenbar das Kitz gewittert und es dann "eingekreist" hat. Worauf das junge Tier verängstigt in die Thujen-Hecke flüchtete. Inzwischen war der Nachbar aufgetaucht, um seinen Hund - der übrigens den nicht gerade befreundeten Anrainer erst diesen Februar gebissen hatte - ins Haus zu holen. Er kam dann mit dem Revolver und in Begleitung eines weiteren,  älteren Mannes wieder. Zwar sei er Jäger, doch nicht in entsprechender Montur, sondern grundsätzlich "nur" in Freizeitkleidung unterwegs, wird berichtet.

Empört

"Er hat die Waffe gar nicht mehr aus der Hand gelassen", ist der Nachbar empört und erzählt, dass sich der Mann auf der  Suche nach dem Tier auf das Grundstück eines Dritten begeben und von dort aus das Kitz abgeknallt hätte. Und das, ohne dass auch nur der Ansatz eines triftigen Grundes erkennbar gewesen wäre: keine Verletzung oder keine Krankheit wie etwa Tollwut. Als weitere unappetitliche Aktion sei sogar ein Foto geschossen worden und ein "Waidmannsheil" gefallen. Das Reh sei in einen Sack verpackt und weggeschafft worden. Wohin? Man weiß es nicht. "Wenn ich das geahnt hätte, ich hätte vorher versucht, das junge Reh herauszuholen", meint der schockierte Mann. Dessen Verhältnis zum Nachbarn zwar nie extra liebevoll, zuletzt jedoch zumindest ruhig gestellt war. Was sich nun natürlich  wieder geändert habe. Eine Anzeige läuft, vertreten wird der Mann vom Murauer Rechtsanwalt Edmund Thurn. Dieser bereitet zudem eine Besitzstörungsklage vor. Der als "schießwütig" bezeichnete Nachbar war für eine Stellungnahme nicht erreichbar

 

http://www.kleinezeitung.at/regionen/steiermark/murtal/477169/print.do

 

 

 


 

 

 

Interview mit einem Ex-Jäger

 

Bekenntnis eines ehemaligen Jägers aus Sevnica (Slowenien)

Die Anzahl der Tiere wird von der Natur selbst reguliert, demzufolge sind Jäger nicht notwendig.
Revolutionary interview with former hunter from Slovenia

 

37 Jahre lang war er Mitglied der Jäger-Familie aus Sevnica, 22 Jahre lang Mitglied des Vorstands und 12 Jahre lang dessen Präsident derer sowie des Waffen-Auschusses. In dieser Periode tötete er eine Unmenge an Tieren; vor 4 Jahren jedoch entschied er sich die Jagd aufzugeben. Rudi Amersek aus Sevnica sagt heute über sich selbst, dass er ein bekehrter Mörder ist - seiner Meinung nach ist das Töten von Tieren ein Verbrechen. Indem er nicht derartig viel Zeit auf das Reinigen seines Gewehrlaufs verwendet, hat er mehr Zeit für sein Hobby und seine Familie. Er ist in Slowenien bekannt für seine handgemachten Wein-Skulpturen.

 

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre ersten Jahre als Mitglied der Jäger-Familie?

Um ein Jäger zu werden hatte ich bestimmte Bedingungen zu erfüllen. Der damalige Präsident sagte zu mir: Wenn Du ein Jäger werden willst, musst Du einen Jagdhund haben! Daraufhin verkaufte er mir ein Junges seines Jagdhundes und ich musste meinen Mischling mit Giftgas töten. Wir verwendeten Giftgas in Ampullen in vielen Fällen. Gewöhnlich warfen wir eine derartige Ampulle auf den Boden, wenn ein Fuchs sie gefressen oder durchbissen hat, starb er kurz darauf. Das Fell von Füchsen war zu dieser Zeit sehr wertvoll und manchmal wartete ich die ganze Nacht auf meine Beute. Heute schäme ich mich dafür, in der Vergangenheit Tiere getötet zu haben.

 

Was führte dazu, dass Sie das Ermorden von Tieren aufgegeben haben?

Meine Kinder aus zweiter Ehe sowie meine derzeitige Ehefrau Slavka haben mir über Jahre gesagt, dass das Töten von Tieren nicht ethisch wäre. Zuletzt haben sie mir sogar verboten, erschossene Tiere mit nach Hause zu bringen. Dies war ein regelrechter Schock für mich. Jeder enthusiastische Jäger ist stolz auf seine Beute und darauf, sie zu präsentieren. Ich hab es ebenfalls getan. Dadurch, dass ich keine getöteten Tiere nach Hause bringen konnte, schwand meine Leidenschaft für die Jagd langsam. In der Zwischenzeit begann ich zu begreifen, dass Jagen hauptsächlich aus der Passion des Tötens von Tieren besteht. Frauen aus meiner Familie öffneten mein Herz für Tiere; heute kann ich mich selbst als bekehrten Mörder bezeichnen.

 

Viele Jäger betonen, dass sie Tierfreunde sind.

Jäger und Liebe zu Tieren? Das ist lächerlich! Jäger lieben Tiere lediglich, wenn sie sie essen. Jäger, die ohne ihre Waffen in den Wald gehen, um die Tiere zu füttern sind eine Seltenheit. Ein Jägerspruch sagt alles: Ein Jäger ohne seine Waffe ist wie ein Mann ohne Penis in der Hochzeitsnacht!

 

Jäger betonen, dass sie Tiere töten, um eine Überzahl zu verhindern.

Die Natur braucht keine Jäger. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass es gewisse Mechanismen gibt, die die Balance der Natur erhalten. Demzufolge ist eine Beeinflussung des Menschen keinesfalls notwendig. Sind zu viele Tiere auf einem bestimmten Raum, reduziert sich die Anzahl der Geburten oder eine Krankheit befällt die am wenigsten resistenten Angehörigen einer Spezies. Eine andere Sache wird - bezogen auf die Anzahl der Tiere - gerne angeführt: Jagdverbände geben oftmals eine höhere Anzahl von Tieren in ihrem Revier an als es der Realität entspricht, um zu erreichen, dass die slowenische Jagdbehörde eine größere Anzahl zur Tötung genehmigen kann. Ich kann bestätigen, dass dies wirklich passiert.

 

Was ist in der Hauptsache das Motiv der Jäger?

Nur die Leidenschaft am Töten und Eigennutz. Wissen Sie, worüber Jäger die meiste Zeit reden? Wie sie ein Tier erschossen haben, welche Art von Trophäen sie haben - welche ist besser, sie vergleichen sie miteinander, welcher Jäger hat das bessere Gewehr, welches Gewehr fügt dem Tier mehr Schaden zu, hat bessere Durchschlagkraft... Einige Jäger pochen vor Aufregung und Leidenschaft, wenn sie ein Tier sehen oder sich etwas im Busch bewegt. Diese Aufregung kann ebenso Unfälle verursachen. Letztes Jahr ereigneten sich zwei Unfälle während einer Wildschweinjagd, als ein Jäger einen anderen erschoss [Bravo, Anmerkung des Übersetzers]. Ich kenne Jäger, die ihre Familien und Bauernhöfe vernachlässigt haben, weil sie es vorzogen, auf die Jagd und hinterher in die Kneipe zu gehen. Manchmal haben Jäger sogar eine Schlägerei angezettelt aus Eifersucht auf einen anderen weil er ein "attraktiveres" Tier abgeschossen hat. Sogar die Polizei musste anrücken, um zu schlichten. Lassen Sie mich eine Geschichte erzählen, um zu verdeutlichen, wie viele Jäger dem Töten verfallen sind. Vor Jahren erkrankte ein Mitglied unseres Jagdverbandes. Ich schlug vor, ihn am Sonntag zu besuchen anstatt auf die Jagd zu gehen. Die meisten Mitglieder zogen die Jagd vor. Lediglich drei von uns besuchten unseren Freund. Sie haben es mir sogar verübelt, indem sie mir vorwarfen, ihnen ihr Jagdvergnügen (Tiere zu töten) vorzuenthalten.

 

Was ist mit den Trophäen?

Es geht einzig und allein um die schönste Trophäe, so wie andere Männer schöne Autos oder Frauen lieben. Viele Jäger entscheiden sich dafür, den schönsten Hirschen zu töten trotz der Tatsache, dass dies manchmal verboten ist. Sie denken, dass es es wert ist, einen Hirschen um der schönen und beneidenswerten Trophäe zu töten, auch angesichts der Tatsache, dass ihnen ihre Jagdlizenz für zwei Jahre entzogen werden könnte.

 

Ich habe davon gehört, dass  Jäger Schulen besuchen und Vorträge vor Schülern halten. Worüber sprechen sie?

Ja, das ist richtig. Schulministerien laden Jäger dazu ein. Vor einigen Jahren besuchte ein Jäger sogar einen Kindergarten in Sevnica und er hat den Kindern eindeutig nicht gesagt, dass Jagen die Leidenschaft für das Töten bedeutet. Er hat den Kindern Märchen erzählt, dass Jäger Tierfreunde wären, er hat sie davon überzeugt, wie gut sie zu den Tieren sind, wie sie sich um sie kümmern und wie sehr sie die Jäger brauchen.

 

Einige Bauern beklagen sich darüber, dass Wildtiere ihre Ernte abfressen.

Wir haben kaum solche Beschwerden erhalten. Die Leute haben sich mehr darüber beklagt, dass Jäger ihre Katzen oder freilaufenden Hunde erschießen. Sie haben sogar Enten, die einige Bauern in ihren Bächen hatten, umgebracht. Haustiere werden Opfer, wenn die Jäger nichts in den Wäldern abschießen konnten.

 

Was ist ihr Rat an Jäger?

Ich rate ihnen, sich einem ethischeren Hobby oder Sport zuzuwenden. Sie sollten ihre Waffen verkaufen und stattdessen ein Motorrad anschaffen. Waffen bedeuten Töten und Töten ist ein Verbrechen. Fischen ist ebenfalls ein Verbrechen. Auf der Jagd stirbt ein Tier für gewöhnlich unmittelbar, beim Fischen stirbt es minutenlang unter schrecklichen Qualen. Die Tiere wollen mit den Menschen und der Natur in Harmonie leben. Nach meiner Auffassung liegt ein weiteres Problem darin, dass Menschen mehr in die Natur eingreifen als sie sollten und sie den Tieren zunehmend den Lebensraum entziehen.

 

Welche Erinnerungen hat seine Frau Slavka an diese bittere Periode, als Rudi noch ein Jäger war?

Manchmal war Rudi das ganze Wochenende von zuhause fort, um zu jagen. Die Jagd endete um zwei Uhr nachmittags, aber oft genug ging er mit anderen Jägern in eine Wirtschaft, wo sie bis spät in die Nacht blieben. Manchmal kam ich um 10 Uhr abends nach Hause und er war immer noch weg. Ich mochte es nicht, wenn er betrunken nach Hause kam. Jäger haben ein Sprichwort: Ein richtiger Jäger kommt montags nach Hause wenn die Jagd am Sonntag stattfand. In manchen Fällen führte Alkohol zu häuslichen Gewalttätigkeiten.

 Vor 15 Jahren gab mir Rudi ein Fell eines Fuchses, das er selbst abgezogen hatte und den er auch selbst tötete. Meine Tochter teilte mir mit, sollte ich es jemals tragen und damit in der Schule erscheinen, würde sie beteuern mich nicht zu kennen. Ich bin ebenfalls gegen das Tragen von Pelz, somit musste Rudi das Fell verkaufen. Ich missbillige genauso das Fischen, weil Fische umso mehr leiden. Ich kann nicht verstehen, wie man Sportfischen betreibt; wenn Fischer einen Fisch fangen und ihn ins Wasser zurückwerfen. Ich bin davon überzeugt, dass es den Fischen keinesfalls Freude bereitet einen scharfen Haken durch ihr Maul zu haben. Ich erinnere mich an einen weiblichen Teenager im Botanischen Garten Mozirski gaj, die in Ohnmacht fiel, als sie einen ernsthaft verstümmelten Fisch sah, den ein Fischer aus dem Teich zog.

Quelle: TIER-INFO/"The society for the rights and the liberation of animals, Slovenia", 22. Juli 2006. Übersetzung: Thomas Wachter

 


 

Eine sehr interessante E-Mail ereichte die Tatort-Wald-Redaktion am 24.09.2006

Ein Jäger steigt aus, will aber aus verständlichen Gründen anonym bleiben
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe mich entschlossen, Ihnen einen Brief zu schreiben, den sie veröffentlichen können, wo immer Sie es wollen. Wenn auf Grund dieses Inhaltes nur ein Jäger aus den Jägerreihen austritt oder dieser Brief auch nur einen Jagdanhänger überzeugt, nicht bei Jagdverein ein Mitglied zu werden, ist die Absicht erreicht. Weil ich in einem kleinen Ort lebe, in dem der Großteil der männlichen Population Jäger sind und die Unterschrift für mich und meine Familie die komplette Isolation bedeuten würde, schreibe ich anonym.  (Name der Redaktion bekannt)
 
Nach 12 Jahren habe ich endlich den Mut aufgebracht aus der Jägerschaft auszutreten. Die Zeit war lang genug, um das Mentalität des heutigen Jägers voll zu erkennen; ich hatte auch die Gelegenheit, mit mehreren Jagdverbänden zusammenzuarbeiten, so dass die unten angeführten Behauptungen nicht nur für einen kleinen Kreis der Jägerschaft gelten - in der ich Mitglied war - sondern ich wage zu behaupten, dass der Mentalität mehr oder weniger überall das gleiche ist.
 

WARUM SOLL MAN KEIN JÄGER WERDEN?
Die Behauptung, dass Jäger Umweltschützer oder Ökologen seien, ist lächerlich, genau so wie die Behauptung, dass die Jäger viele freiwillige  Stunden im Jagdbezirk verbringen zum Wohle des Wildes, der Tiere und der Umwelt. Alles, was der Jäger im Jagdbezirk tut, ist mittelbar oder unmittelbar mit der Jagd = »Ernte«, dem Abschuss oder mit dem geselligen Zusammensein verbunden. Übrigens: die so genannte Umweltschutzarbeiten bestehen größtenteils aus dem Aufbau oder Erhalt der Jägerobjekte - die ja dort, wo sie sich befinden, ohnehin ein Naturstörendes Element sind -, oder aber zur Futtervorbereitung, die in den meisten Fällen nur ein Lockmittel für das Wild darstellt; die Futterstellen und Futterfelder sind ja von Hochsitzen umstellt. Die verschiedenen Reinigungsaktionen im Wald und Flur sind nur Sand in den Augen der breiteren Öffentlichkeit - und natürlich pure Jägerpropaganda. Die Jäger mit ihren Objekten, Fahrzeugen und ihrer Anwesenheit sind die größten Naturschändlinge  unter allen Erdbewohner.
 
Noch lächerlicher ist die Behauptung, dass die Jagd in erster Linie Sorge für das Wild trägt und der Abschuss sei nur eine ihrer Aktivitäten. Wäre das wahr, dann würden die Sünden und der Ungehorsam der Jäger mit einem Fütterungsverbot sanktioniert und nicht mit einem Zeitbedingten Abknallverbot abgetan. Das Ziel der Jagd ist die Exekution bzw. Tötung, womöglich der schönsten Tiere als persönliche Trophäe - und nichts anderes.
 
Glauben Sie nicht, Jäger sein ist ein Samariterdienst an kranken, angefahrenen oder in Not geratenen Tieren. Für die Situationen, in denen die Jäger als Samariter auftreten könnten, braucht man nicht Jäger mit der Flinte, (in Deutschland: 320.000 Menschen)  sondern nur ein paar professionell ausgebildete Menschen, die eine richtige Einstellung zu den Tieren haben. Ich behaupte, dass keine Tat, wo der Erfolg mit Blut verbunden ist, ehrenhaft sein kann - am allerwenigsten bei der Jagd, wo das Tieropfer dem Jäger hilflos und schutzlos ausgeliefert ist.
 
Die Jägerwelt ist viel schlimmer, als man es sich vorstellen kann. Ein wahrer Jäger wirst du nicht mit der Absolvierung des Lehrganges
und der Prüfung, sondern: wenn du das Tier nur noch als ein Ding siehst und dann, wenn du es getötet hast, es Ansehen bei anderen Menschen bringt, dein  Selbstbewusstsein anhebt und Neid bei Kollegen verursacht. wenn du bereit bist, wegen der Jagd die Familie, die Arbeitspflichten und dich selbst zu vernachlässigen wenn Verleumdungen, Heuchelei und Alkohol zu deine Stärke werden oder zumindest dir nicht fremd sind wenn dich die Schmerzen und die Qual der Tiere nicht mehr berühren.
 
Der Austritt aus der lodengrünen Gesellschaft war für mich eine große Erleichterung, und ich glaube, dass es viele Jäger gibt, die in  diese »Organisation« hineingeschlittert sind, nur auf Empfehlung von Freunden, wie ich zum Beispiel, die anderen der Familientradition wegen oder aus ähnlichen Gründen. Bist du noch Jäger, dann überlege es dir: Wenn du Tier- und Naturliebhaber werden willst, wie es die meisten Jäger für sich gerne in Anspruch nehmen, dann kannst du es sein - aber bitte ohne Gewehr! Meine Absicht ist nicht, die Hartgesottenen Jäger von ihren Irrtum zu überzeugen, denn aus Erfahrung weiß ich, dass es kaum möglich ist, denn in ihrem Leben ist die Jagd an erster Stelle - und oft hatte ich die Gelegenheit zu sehen, wozu diese Menschen in der grüne Uniform bereit sind. Ich appelliere an jene, die mit dem Gedanken spielen, ein Jäger zu werden und an jene, die mit der lodengrünen Bruderschaft liebäugeln. Ich versichere Ihnen aus meiner Erfahrung: Wenn Sie noch ein wenig zweifeln, dass die Jagd vielleicht doch nichts für sie wäre, dass sie dann in den Jägerreihen nichts zu suchen haben, denn sie sind dann - Gott sei Dank - nicht genug brutal für die seelenlosen Jäger!

Quelle: TIER-INFO/"The society for the rights and the liberation of animals, Slovenia", 22. Juli 2006. Übersetzung: Thomas Wachter

 

 


 

 

Ein weiterer Text, der uns von einem dieser "Heger und Pfleger" zugeleitet wurde:

 

Am Samstag den 24.09.2005 war es mal wieder so weit. Meine Sachen zusammengepackt und ab ins Revier. Um cirka halb fünf dort angekommen, meinen Ansitzstock gepackt und ab zu meiner Lieblingsecke. Mein „Begleiter“ an diesem Tag war mein funkelnagelneuer Krieghoff Optima Drilling  (2x Schrot 20/76 und 1x Kugel 9,3x74R). Mal schauen, vielleicht lässt sich ja Wildschwein blicken, was eine prima Einweihung für diese schöne Waffe gewesen wäre.  Als es langsam anfängt zu dämmern höre ich plötzlich ein Karnickel quicken, was mich sofort zu der Annahme verleitet das sich wohlmöglich keine Sau blicken lässt, aber vielleicht ein Fuchs. Und ein Fuchs ist ja schließlich auch nicht schlecht! Also erhebe ich mich langsam von meinem Ansitzstock und spähe in die Richtung aus der  es gerade noch gequiekt hat. Da ist ein Gebüsch am Waldrand wo sich die Äste auffällig stark und oft bewegen. Ich entsichere meine Waffe und bewege mich langsam auf den Busch zu. Als ich noch cirka 10m entfernt bin, sehe ich den wahren Übeltäter: EINE BRAUN GETIEGERTE KATZE!! Tja das sieht aber gar nicht gut aus für  das „Katzerl“! Ich lege die Waffe auf die Katze an, die jetzt lieber ihr Heil in der Flucht sucht. Aber damit werde ich schon fertig, auch wenn mir das Zielfernrohr mein Sehfeld stark einengt.

 

Also: Mitschwingen – Katze mit dem Fadenkreuz überhohlen - Ausatmen und abdrü… -VERDAMMT!!!  Das Mistvieh ist in einer kleinen Mulde auf dem Acker verschwunden. Ich nehme das Gewehr runter und sehe die Katze abhauen. Schade denke ich bei mir und will gerade zu meinem Ansitz zurückkehren, als die Katze in etwa 160m Entfernung stehen bleibt und zurück schaut. Der Drilling wird jetzt von Schrot auf Kugel umgeschaltet und ich lege erneut auf die Katze an. Aber jetzt kommt das Zielfernrohr mir voll zu Gute! Zwar ist eine 9,3x74R eigentlich viel zu stark für eine Katze, aber es geht eben nicht anders. Na dann: Waffe einstechen – Katze erfassen – Und abdrücken! Es knallt und die Waffe schlägt in meine Schulter. Die Katze liegt!! Na dann wollen wir mal nach ihr sehen. Tja da maunzt nix mehr. Das H-Mantelgeschoss hat ganze Arbeit geleistet. Das Fell kann ich natürlich vergessen, naja es war eh voller Flöhe. Eine verwilderte Katze weniger! Und ich werde auch weiterhin jede mir unbekannte oder verwildert aussehende Katze konsequent abschießen.

 

Einige unserer "hochintelligenten" Grünröcke scheinen immer noch nicht erkannt zu haben, das sie sich mit der Zielsetzung,

normal denkende Menschen zu provozieren, lediglich selbst outen.  (z.B. durch Zusendung solcher Texte:  )

Wir möchten uns bedanken bei dem Absender für diesen Text. Er erklärt hier sehr gut selbst, wie er sich als Jäger benimmt.

 

 

 


 

 

 

 

Interessantes gibt es auch ständig in den diversen Foren der Jägerschaft

 

Hier z.B. aus dem Forum von "Wild und Hund"  (www.wildundhund.de)

 

Michl(R)

E-Mail

Bayern - Oberpfalz,
03.04.2006,
21:49 Uhr


@ Gamsjäger

Jagdvergehen in Naunhof/ Sachsen

antworten

» ÖJV so geliebten Bewegungsjagden zurückzukommen. Ich bin oft bei
» Bewegungsjagden des Staatsforstes eingeladen, bei denen ganz viele ÖJVler
» vertreten sind und ich sehe das ganze Jahr nicht bei mir und auch nicht
» bei meinen Reviernachbarn so viele Verstöße gegen alle mögliche
» Vorschriften UVV, JagdG, TierschutzG usw., insbesondere das rücksichtslose
» und meist auch noch schlechte Schießen, ich vermeide den Begriff erlegen,
» von Muttertieren.

Hallo,

ich bin auch oft bei Bewegungsjagden und meine Meinung dazu ist:
- ich find diese Jagdart toll, schon mal wegen meinem Hund

- die vielen Verstöße die auch mir da unterkommen kann ich nicht mit einer Gruppierung, seis jetzt ÖJV oder LJV, verknüpfen. Da gibts in jeder Fraktion Idioten: die einen schießen auf alles was sich bewegt, aus jeder Richtung, der andere durchs Gebüsch auf ne Rotte Sauen (Zitat "habs halt mal probiert"), dann wird der Stand verlassen und im Schußbereich der Nachbarn nachgesucht (ohne Hund, gottseidank mit Warnweste), ...

- Meines Erachtens fehlt da bei vielen die Respektvolle Einstellung zum Lebewesen an sich. Ich schieß auf ner Bewegungsjagd auch jedes Reh (Kitz vor Geiß)wenn freigegeben, und wenn mit fünf passend kommen dann schieß ich halt fünf. Das gleiche gilt für die Schweine, Rotwild, ...

Aber ich schieß so, dass ich nen für mich vertretbaren sicheren, möglichst Wildpretschonenden, meinen Schießfertigkeiten angepassten Schuß rausbringe. Sprich Wild sollte möglichst langsam sein, nicht zu weit und darf nicht hüpfen (siehe flüchtiges Reh, Damwild).

Die Waldbesitzer oder deren Vertreter jagen halt das "verbeißende" Wild intensiver und der wildschadengeplagte Feldjäger die Schweine.

Aber was ich da bei mancher Maisjagd auf Sauen so erlebt habe zeugt von richtigem Hass, meistens der LJV´ler, auf die armen Schweine (arme Rotte Sauen durch E-Zaun am auswechseln gehindert wird tags darauf mit allen Mittel aus dem Mais gejagt und aus allen Richtungen auf alle Entfernungen mit möglichst vielen Schüssen möglichst vollständig ausgelöscht - dann vielen Appetitt - ich möcht die nicht essen)
Das sind dann die grossen waidgerechten Jäger vor dem Herrn. (am Stammtisch)

Da gibts aber dann auch Förster, die mit dem übrigen Schalenwild ähnlich umgehen: "Reh kam flüchtig spitz auf mich zu - da hab ich halt das Magazin leergemacht".

Manche möcht man den ganzen Tag lang hauen.

Aber trotz allem ist ne Bewegungsjagd mit eigenem Stöberhund erfüllender als der stupide Ansitz an ner Wiese auf den Bock "Hansi" der jeden Tag um Punkt fünf kommt und dieses Jahr endlich die magische Grenze des fünften Lebensjahres überschritten hat und dem ich jetzt fast schon weinend die Kugel durchs Blatt jage.


Trotzdem Waidmannsheil, Michl

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Erst werden sie gejagt und erschossen und dann auf die Straße gelegt damit es wie ein Autounfall aussieht

"Schießwütiger Jäger"

Von einem "schießwütigen Jäger" spricht Birgit von der H. - das Ganze ein skurriler Einzelfall? Tessy Lödermann, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes sieht das nicht so: Sie spricht von 400.000 Katzen, die Jahr für Jahr von Jägern getötet werden. Eine Zahl, die auch Wolfgang Bethe kennt, Vizepräsident des Deutschen Jagdschutzverbandes: "Es gibt Schätzungen, die - je nach Schätzer und nach dem, was er beweisen will - ohne weiteres in den Bereich der fünf bis sechsstelligen Zahlen in Deutschland gehen."  Die einzigen amtlichen Zahlen hat im Jagdjahr 2002/2003 das nordrhein-westfälische Landesamt für Ernährungswirtschaft und Jagd erfasst: 17.895 Katzen wurden in dieser Zeit in NRW von Jägern erschossen.

 

Erschreckende Zahlen

Die Kreisgruppe Ebersberg vom Landesjagdverband Bayern erstellt daraus eine simple Hochrechnung: Sie multipliziert die Daten aus NRW mit der Zahl der 16 Bundesländer. Das Ergebnis hält ihr Vorsitzender, Robert Esterl, für glaubwürdig: "Die Zahlen von drei- bis viertausend Hunden und 280.000 Katzen sind vielleicht realistisch, auf alle Fälle realistischer als die Zahlen, die die Jagdgegner schreiben." Selbst wenn man sich um genauere Hochrechnungen bemüht, etwa die Zahl der Jäger in NRW im Verhältnis zum Bundesgebiet berücksichtigt (23 Prozent) oder den Anteil Nordrhein-Westfalens an der Jagdfläche in Deutschland (acht Prozent): Die Zahlen bleiben erschreckend: Von 77.000 bzw. 223.000 bundesweit erschossenen Katzen pro Jahr müsste man ausgehen. Selbst Jäger glauben, dass die Dunkelziffer höher liegt.

 

Zitat

"Jeden Jäger beschleicht die Angst, dass die Katze von irgendeinem erkannt wird, dass sie als geschossen erkannt wird und dass das ein schlechtes Licht auf die Jägerschaft wirft.

 

Ein anonymer Jäger

Angst vor Attentaten !!  Was passiert mit den Tieren? Werden die Besitzer benachrichtigt? Hubertus Kieferle, ein Jagdausrüster, verkauft Fallen, in denen Jäger Katzen fangen können, auch Katzenlockmittel bietet er an. Er glaubt nicht, dass sich die Jäger mit den getöteten Tieren viel Mühe machen. "Das ist nicht die Regel, dass ein Jäger den Besitzer der Katze ausfindig macht, oder versucht sie zu finden. Der hat eher Angst vor irgendwelchen Attentaten von Tierschützern auf seinen Hochsitz. Er wird also versuchen, die Sache im Dunkeln zu lassen."

 
 

Das Erschießen von Katzen ist ein heikles Thema, sagt ein Jäger der ZDF-Sendung "37 Grad", der anonym bleiben will. "Jeden Jäger beschleicht die Angst, dass die Katze von irgendeinem erkannt wird, dass sie als geschossen erkannt wird und dass das ein schlechtes Licht auf die Jägerschaft wirft."

 

 

Die Grenzen der Akzeptanz.

Er sieht nur zwei Möglichkeiten: Zitat:

 

"Die Katze in eine Hecke zu werfen, so dass sie möglichst wenig Ärger erregt, oder dass man sie auf die Straße legt und drüberfährt, zweimal vorwärts, zweimal rückwärts. Dann ist das nicht mehr erkennbar." Wird ein vermisstes Tier gefunden, wirft das Fragen auf: Kater Max wurde zum Beispiel von seiner Besitzerin im Gebüsch gefunden. Sie stellte den örtlichen Jäger zur Rede, der zugab, das Tier getötet und in die Brennnesseln geworfen zu haben. Das Tier habe Kaninchen gejagt. Die Besitzerin hält das Argument für vorgeschoben. Max sei ein Angsthase gewesen und hätte die eigenen Kaninchen gemieden.

 

 

 

Der Kreisjägermeister hat indes schon angedroht, auch die zweite Katze, Moritz, zu erschießen,

wenn sie sich mehr als 200 Meter vom Haus entferne.

 

 

Auszug von Text:   ZDF   von Manfred Karremann und Ulrich Hansen,  Sendung 04.10.2005 [Archiv]

So sieht ein mutiger tapferer Jäger aus, der es ganz allein mit einer Katze aufgenommen hat

 

                                      

 


 

Meldung vom 10.11.2005   Kater Moritz ist verschwunden

Frage :  was ist wohl mit ihm geschehen?

 

(wir erinnern uns an die Drohung unseres oben abgebildeten Helden )

 

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Jäger verführen 12 jährige Kinder zur Tierquälerei

Am 13. November wollten rund 40 JägerInnen in Unterfladnitz bei Weiz, in der Steiermark, eine fröhliche Treibjagd auf Zuchtfasane abhalten. Für diese jagdliche Unterhaltung gibt es so genannte Fasanerien, in denen österreichweit 200.000 Fasane jedes Jahr in Massentierhaltungen herangezüchtet werden, um als lebende Schiessbudenfiguren herhalten zu müssen. Eine solche Fasanerie gibt es z.B. in Rohr an der Raab, nur 25 km vom Ort der Treibjagd entfernt. 25 AktivistInnen kamen deshalb um 7:50 früh zu der Treibjagd und stellten sich zwischen die Gewehre und die anvisierten Jagdopfer, die Fasane. Die Jagdgruppe versuchte dennoch die Jagd durchzuführen und begann mitten unter den Menschen zu schießen. Mehrmals prasselten Schrotladungen auf AktivistInnen nieder. Einem Tierrechtler wurde durch einen Schuss unmittelbar neben seinem Ohr das Trommelfell beschädigt und er musste ins Krankenhaus Weiz gebracht werden. Es wurde Anzeige erstattet. Insgesamt schossen die JägerInnen im Beisein der AktivistInnen mehr als 10 Fasane und einen unglücklichen Hasen ab, sehr wenig im Vergleich zur Anzahl der JägerInnen und der vorhandenen Fasane. Den Nachmittagstrieb sagte die Treibjagd-gesellschaft wegen der Präsenz der TierrechtlerInnen von vornherein ab.

 

Unter den JägerInnen waren auch einige Kinder, z.T. nur 12 Jahre alt. Diese Kinder mussten nicht nur die Schüsse auf lebende Tiere mit ansehen, sondern die blutigen, getöteten Tiere auch noch tragen! Viele der angeschossenen Fasane stürzten aus dem Himmel und fielen lebend zu Boden. Dort wanden sie sich in Schmerzen und Verzweiflung. Ein Jäger sagte zu einem 12 jährigen Buben „drah eam o“, und deutete auf einen Fasan. Der Bub musste daraufhin den lebenden, zappelnden Fasan in die Hände nehmen und ihm den Kopf abdrehen!

 

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: „Zuerst werden Fasane in Massentierhaltungen gezüchtet, was an sich schon eine Tierquälerei darstellt, und dann ausgesetzt und einfach abgeschossen. Die wenigsten sterben dabei sofort. Viele entkommen verletzt und gehen langsam und qualvoll - und vollkommen sinnlos – zugrunde. Andere stürzen getroffen vom Himmel und werden noch lebend von Hunden angegriffen. Und Kinder müssen das nicht nur mitansehen, sondern werden sogar gezwungen, die verletzten Fasane mit bloßen Händen zu töten! Eine brutale Missachtung von Leben und eine Vergewaltigung der Kinderseele – kurz: ein Schauspiel wie aus dem Mittelalter!“ „Die JägerInnen beweisen so ihre totale Gefühllosigkeit. Das zeigt sich auch an ihrem Umgang mit ihren Jagdhunden. Wir mussten zuschauen, wie einer der Jäger seinem Hund per tierschutzgesetzwidrigem Elektrohalsband schmerzhafte Stromschläge auf Knopfdruck verabreichte. Gesetzwidrig – nur leider ist die Ausübung der Jagd aus dem Tierschutzgesetz ausgenommen! Ein unhaltbarer Zustand!“ „Die JägerInnen haben auch einfach im Beisein der AktivistInnen weiterhin mit den Gewehren geschossen. Sie brachten durch dieses fahrlässige Verhalten viele Menschen in Gefahr. Täglich hören wir neue Meldungen, dass bei Treibjagden Menschen angeschossen worden sind. Kein Wunder, wenn man einmal selber gesehen hat, wie verantwortungslos diese Leute mit ihren Waffen umgehen! Die JägerInnen sind vom Psychotest, den andere WaffenbesitzerInnen bestehen müssen, ausgenommen.“, schließt DDr. Balluch.

© 1996-2005 Verein gegen Tierfabriken

 

 


 

..und hier sind noch ein paar wenig geistreiche Texte aus den Jägerforen, die für sich selbst sprechen

 

predator
Alter Hase
Mitglied # 3909

erstellt 01. Mai 2005 12:57     Ansicht des Profils von  predator  Homepage des Benutzers   Senden Sie eine eMail an predator     Private Nachricht versenden   Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat


Wie kann man verhindern, das irgendein Spinner Nachbars 7 Kg (kastrierten) Kater mitbringt, ohne vorher die Krallen gestutzt zu haben.? Es ist einfach eine Frechheit wie hier mit der Gesundheit und der späteren jagdliche Brauchbarkeit der Hunde umgegangen wird.

Gruß


Beiträge: 61 | Registriert seit: Jan 2005  |  IP: gespeichert

Anmerkung:    So etwas kann vielleicht verhindert werden, indem man Euch künftig etwas genauer auf die Finger schaut

 

Überläufer
Jungfuchs
Mitglied # 4357

Bewertung:

erstellt 06. Mai 2005 14:46     Ansicht des Profils von  Überläufer  Senden Sie eine eMail an Überläufer     Private Nachricht versenden   Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat


Also zurück zur Frage:

Katzen sind gemütlich, dass heißt sie benutzen die Feldwege als Wechsel, um dann alles falsch zu machen.

Für verwilderte Katzen gilt die gleiche Regelung wie für wildernde Hunde: Sie dürfen mit Hilfe von Licht geschossen werden.

Meine effektivste Jagdmethode für Katzen sieht so aus: Gut zwei Stunden nach Dunkelheitseinbruch mit dem Jep die Feldwege ( mit Fernlicht ) abfahren. Da, wie gesagt, die Katzen aus bequemlichkeit Feldwege zum "pirschen" benutzen, dauert es garantiert nicht lange, bis die erste Katze im Scheinwerferlicht erscheint und in den Randbewuchs des Weges springt. Der Jep wird gestoppt ( Entfernung bis zum "Einwechsel" der Katze etwa 20 Meter )und man verlässt den Jep und macht sich schussfertig. Nach spätestens 5-10 Minuten kommt die Katze an der selben stelle aus dem Randbewuchs wieder raus, da sie sich an das Licht gewöhnt hat! So lässt sich in einer Nacht beachtlich Strecke machen ( ca. 3 Katzen, manchmal mehr )!! Natürlich wird nur geschossen, wenn das nächstliegende Gebäude 300 Meter entfernt liegt. Bei uns sind jedoch so viele Bauernhöfe, dass sich dort die Katzenpopulation unkontrolliert vermehrt. Dagegenhalten heißt die Deviese.

Neben oben genannter Möglichkeit stellen wir auch Kastenfallen entlang von Zäunen auf. Vor zwei Jahren haben wir eine Jagdjacke mit den schönsten Katzenfellen füttern lassen. Hält wunderbar warm - kann ich nur empfehlen!!

Mit Gruß und Waidmannsheil
Der Überläufer


Beiträge: 21 | Registriert seit: Apr 2005  |  IP: gespeichert

Noch einer, den man nach dem  4. Schuljahr nach Hause geschickt hat. 

T.B.C. Gerhard
Alter Hase
Mitglied # 4245

Bewertung:

erstellt 05. Mai 2005 14:18     Ansicht des Profils von  T.B.C. Gerhard   Homepage des Benutzers   Senden Sie eine eMail an T.B.C. Gerhard     Private Nachricht versenden   Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat

hi dd,

darauf solltest du als erstes achten: wildernde katzen!300 meter/befriedeter bezirk!
und dann: aldi/geräucherte Makrelen essen/kopf in die falle!!
voll treffer/tot sicher!!!!

--------------------

HORRIDO
T.B.C. Gerhard


Beiträge: 89 | Registriert seit: Mrz 2005  |  IP: gespeichert

 

Anmerkung:     Diese 300-meter Regelung ist äußerst unrealistisch, da sie nie Beachtung findet.

 

Tiro
Alter Hase
Mitglied # 2154

erstellt 05. Mai 2005 17:24     Ansicht des Profils von  Tiro   Senden Sie eine eMail an Tiro     Private Nachricht versenden   Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat

Zitat:


Original erstellt von deutsch-drahthaar:

Was sind eure Tipps für eine erfolgreiche Jagd aUF Katzen?
 


Nehmen wie's kommt.
Ich schiesse Katzen meist fernab von Siedlungen um Ärger zu vermeiden. Sie leben wild, sind scheu, ernähren sich von Singvögeln und Junghasen.
Richtig verwilderte Katzen sind zumeist auch wohlgenährt. Das weisse Fleisch ist im Aussehen dem des Hauskanins ähnlich aber deutlich schmackhafter. Zubereitung ähnlich wie Karnickel oder Bisam. Köstlich !


Beiträge: 1650 | Registriert seit: Jan 2003  |  IP: gespeichert

 

Anmerkung:  Unser Land scheint immer weiter abzugleiten in eine Hungersnot, anscheinend fehlen in unseren Nahrungsmitteln

                    wichtige Dinge die für die Versorgung des Jäger-Gehirns nötig gewesen wären. Na dann :  "Guten Appetit"

 

 

Vorschau

 

 

Gast

 

 

RE: Schweinejagd im Mais

 

 

 

 

 

Zitat
Original geschrieben von mucke

so, ich muß mir hier heute mal Luft machen. Diese bescheuerte Schweinjagd im Mais habe ich dieses Jahr zum lezten Mal mitgemacht.

Dröhnende Erntemaschine, besoffene Mitjäger, Schießwütige Schießer, und Gefahr an allen Enden.

Dauernd ziehen meine Nachbarn mit der Waffe durch die Schützenreihen.
Ich hab so die Schnauze voll. Gehe jezt lieber nur noch auf Ansitz.
Das ist doch keine Jagd. Das ist Zumutung.

Erst sollte man den Maisanbau verbieten, und wenn das nicht geht, die Pflicht Wildschaden zu zahlen bzw. zu verhindern.
So, jetzt ne angenehme Nacht.

Mucke

 

Beitrag vom 07.06.2005 - 16:02

 

  Anmerkung:  Da hat aber jemand keine rechte Lust mehr auf Schützenfest-Stimmung,  Leider nur eine Ausnahme

Winterfütterung

Antwort mit Zitat

Gast

 

Es ist eine Schande für die Jägerschaft außerhalb es Alpenraumes das Wort Winterfütterung in den Mund zu nehmen.
Die Wochen, in denen unserer Schalenwild in den letzten zehn Jahren, eine Notzeit erlebt hat, kann man an einer Hand abzählen.


Rüben, Kartoffeln, Mais sind einzig und alleine dafür da, das Wild im eigenen Revier zu binden. Entweder um es zu mästen, dem Nachbarn weg zufüttern, oder am Futterplatz zu schießen. Das muss halt jeder für sich ausmachen. Aber von dem armen Wild zu reden, das von uns Jägern im Winter gefüttert werden muss, das ist nichts als Heuchelei.

Es wir Zeit das sich die Jägerschaft dazu klar äußert.

Der Hegemeister

Beitrag vom 21.01.2005 - 10:45

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Der Sekretär ist offline

Der Sekretär

 

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus

Antwort mit Zitat

20 Beiträge - Jugend-Wildnissportler

 

Fakt ist doch!!!

Wir füttern das Wild weil es uns zu gut geht, und nicht weil es dem Wild so schlecht geht.

Oder ?

Beitrag vom 09.02.2005 - 19:23

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Anmerkung:

Hier erkennt man schon wenigstens teilweise, wo das Problem "Überpopulation" seinen Ursprung hat.

Füttern aus Konkurrenzdenken und Beutegier. Wenn aber Kritiker so etwas mal öffentlich darstellen, wird es als Lüge abgetan.

 


2.)  Die Wildschwein-Lüge

Die Populationszahlen der "Schwarzkittel" wie auch hier wieder mal als Sache benannt, die Tiere der Gattung Wildschwein von der Jägerschaft genannt werden, ist ja nach Angaben der Landwirtschaft zu hoch. Hier werden dann unsere Retter, die Grünöcke, auf den Plan gerufen um unsere Nahrungs-Recourcen zu schützen. Das aber die Jägerschaft grundsätzlich für dieses Populationsproblem verantwortlich zeichnet, wurde bislang offiziell stets wehement bestritten. Nun kann sich jeder selbst sein Bild über die Glaubwürdigkeit dieser Aussagen machen.  Zu Informationszwecken folgen hier Auszüge aus einem Jägerforum.

 

Saubart(R)

E-Mail

23.09.2005,
23:49 Uhr


@ Niederwildjaeger

Schwarzwild NUR Wechselwild ! Was tun ???

antworten

 

» Horrido !
»
» In unserem Revier weisen wir häufig Schwarzwild nach ! Jedoch ist es bei
» uns nur Wechselwild aus den Nachbarrevieren, und dort steht auch nicht
» soviel. Salzlecke und Mahlbaum haben wir schon angelegt doch sie nehmen
» beides zu unregelmäßig an. Was habt ihr für Tipps um unser Revier für
» die Sauen interessanter zu gestalten ?

Hi !

Ihr seid ja auch spät dran, muß Euch recht alte Methoden empfehlen:
Lüneburger Modell durchziehen - keiner schiesst irgendwas Großes, am besten nur nächtlicher Einzeljagd- Eingriff bei den Überläuferkeilern.

 Dieses an Kirrungen- rechne pro gewünschter Sau 300 Gramm Mais am Tag,Ziel muß die ca 10-fache erträgliche Dichte sein (also 10-20 Sauen/100 ha Fläche). Das geht voll legal selbst unter rigidesten Landesjagdgesetzen mittels 1-2 Kirrungen pro 50 ha Wald und 1-3 Kilo pro Kirrung am Tag, wenn man dazu noch Wildäcker endlich konsequent von pittoresk umblümten ("Naturschutz!") Rehfutteräckern in kleine Maisfelder umbaut. Hier erstmal deftig round up - sonst geht da nix - dann voll konventionell und zäunen bis der erste Schnee liegt, ab dann Schneisen durchfahren gradlinig vom Hochsitz weg mit dem Geländewagen in fraktioniert geöffnete Teile.
Nach zwei Jahren hat dieses dankbare Wild sich um rund 300 Prozent vermehrt.
Bitte noch bescheidenste Jagdausübung ! Wozu gehört, für Ruhe im Einstand zu sorgen: keine Nachsuchen auf Rehe oder noch kleinere Viecher in die potentiellen Hochwildgebiete hinein, Jagdruhe! Für die ersten 4 Jahre gilt überhaupt: kein Hund darf frei laufen, sonst nimmt die Bache vielleicht ihre Brut mit ins Nachbarrevier. Nutze diese Zeit zum Bau sehr hoher, gut fundierter Schlafkanzeln mit Fensterlein und Vollisolation an allen gewünschten Brennpunkten !
Gegen andere Naturnutzer und die nachbarlichen Störungen helfen Bambi-Plakate und taktische Weglenkungen um die Einstände herum- halt Basis-Jagdschutz ( ab und zu anzeigen, sonst reicht autoritär anpöbeln und die Hornet für einen Hund so alle 4 Jahre), die Kontrolle der Nachbarjäger mittels Beobachtungsständen an den Grenzen, verlogener Freundlichkeit im Hegering. Falls die schon meinen sollten, jetzt seien Drückjagden ein toller Spaß, kauf Ihnen lieber den Eintritt zu solchen und nehm sie mit in Staatsforste. Deut aber klar an, daß Du jede noch so teure Bracke abservieren wirst, wenn so ne Sauerei bei ihnen los- und ein Mistköter an Dein Wild geht. Kauf Dir zu Anfang gleich ein paar ordentliche Zaungeräte, Balkenmäher, vielleicht gar einen Wiesenhobel und bastel Dir ne Litzenwinde an den Geländewagen - Du wirst ruckzuck ein Profi im effizienten und schnellen Zäunen von Weizen, Mais, Kartoffeln, Erbsen, Dinkel etc. auch hervorragender Ackerrestaurator und Wildschadensschätzer sein.
Gegenüber den Bauern musst Du von Anfang an klar jagerische "newspeek" beherrschen. Deine obige Eingangsfrage darfst Du so niemals publik werden lassen gegenüber diesen kleinen Nichtnaturschützern! Hingegen musst Du sorgenvoll vom heftigen Energieeintrag durch ihre Anbaumethoden, die Rottensprengung durch brutalste Jagdmethoden sprechen ("Explosion durch Leitbachenabschuß bei den Nachbarn"). Und Dein unnachahmliches handwerkliches Können und Engagement durch tägliche Präsenz an den Schwarzwildbejagungsplätzen und nachts am Stammtisch beweisen. Häng auch sofort paar Sauentotems an Haus und Auto - jeder Knochen, jedes gespaltene Haar am Hut und jeder durch`s Dorf gefahrene überfahrene Frischling beweisen Deine Ranger-Kompetenz, Deinen guten Willen zur gnadenlosen- aber: "waidgerechten" (das ist die Ausflucht für alle kleinen offenbarten Widersprüche, die nun wirklich kein Schwein mehr versteht...) Sauenbejagung.

Viel Arbeit, klar.
Aber Hunderte von Reviervätern und ihre handwerklich engagierten Gäste haben es mittels solcher Gratwanderung und Schläue, entsagungsreichen Jahren und irrwitzigem Einsatz von Holz, Mais und Benzin schon geschafft, Sauenbestände auf ein ganz erstaunliches Mass hochzuhegen.
Als Krönung kannst am Ende vorsichtig drückjagern: empfehle die schadlose Freigabe von Keilern > 100 kg und ansonsten aller Sauen unter 25 kg. Das schadet naezu Null und wird bei Strafe " pro Kilo Differenz zum Sollwert 10 Euro in die Maiskasse" bestens eingehalten. Da ballert kaum einer und diesen Spass hast jahrelang!

Wmh ! B.

 

Niederwildjaeger(R)

E-Mail

25.09.2005,
09:22 Uhr


@ torfstecher

Schwarzwild NUR Wechselwild ! Was tun ???

antworten

 

Horrido !

Nun ich glaube ich habe mich falsch ausgedrückt !

Ich bin froh das wir das Schwarzwild nur als Wechselwild haben ! Wir wünschen es auch nicht als Standwild und wollen das auch nicht erreichen .

Es ging mir nur darum, Tipps von euch zulesen, wie man die Sauen regelmäßig an z.b. eine Kirrung ziehen kann oder besonderes Kirrmaterial usw. !

 

kallche(R)

E-Mail

25.09.2005,
11:21 Uhr


@ Saubart

Schwarzwild NUR Wechselwild ! Was tun ???

antworten

 

Respekt, Saubart!

Stimmt genau. Ich kenne diese Methoden aus einigen Revieren. Und ich muss sagen, das kommt genau hin. Besser hätt ich es auch nicht erklären können.

Waidmannsheil vom kallche

 

 

25.09.2005,
11:55 Uhr


@ Niederwildjaeger

Schwarzwild NUR Wechselwild ! Was tun ???

antworten

 

Halte zu Ehren, ist das etwa keine "wasch mich, aber mach mich nicht nass" - Frage? Oder so ne Art Frage des unerfahrenen jungen Liebhabers nach Viagra beim Naturheilkundler ? -> erfahrene Luden (erklärendes Bild dazu folgt unten) würden Dir Anis, Fleischabfälle, Kalk, Bachenurin etc. anbieten.
Ein Jahr lang irgendein Jagdjournal und Du kennst sämtliche Tricks.

Zu lobenswerter Bescheidenheit: genau das wollen wir doch alle - niemals nicht Wildschaden, auf keinen Fall kitzefressende marodierende Rotten in lieblichen Rehwildeinständen. Aber, wenn wir uns schon mal beinhart nachts in die winterliche Kälte einmuffen: keinesfalls keinen Anblick - wir wollen auf jeden Fall Sauen!

Resultat kleiner todsicherer Tricks ist ein explodierender Sauenbestand inmitten anwachsender "Schwarzwildspezialisten", die weiter alles tun für "Revierbindung" und sicheren Dauerkontakt (Yippie: wieder der große Keiler an der Kirrung gewesen!). Und die sich alles mögliche einfallen lassen an Ausreden und guten Gründen, warum sie für diese Explosion gar keine Verantwortung tragen. Sich gar versteigen in Widersprüche gegen Sorgen von Wildbiologen (Aulendorf/ Hahn) sobald nur Hoffnungsschimmer wissenschaftlichen Beistands irgendwo rumschwirrt. Oder abstrus argumentierend gegen die erprobten Handlungsanweisungen guter Jäger zur Änderung dieser Verhältnisse (keine Kirrung, keine Wald-Nacht-Jagd, keine Einzelabschüsse sondern 2 x/Jahr deftig Razzia unter Beibachenabschuß):
-"Kirrung ist unverzichtbar, weil ja die meisten Abschüsse bewiesenermassen an solchen erfolgen!" oder :
-"Kirrung muß gesetzlich Pflicht werden um kontrolliert gegen ESP impfen zu können!".
-"Kirrjagd ist die einzig selektiv waidgerechte Jagerei mit guten Treffersitzen"
Krönung dieses Jahr:
"Kirrung über 800 m Höhenlage muß auch im Auerwildgebiet der Schwarzwaldhöhen endlich legitimiert werden, weil doch trotzdem Sauen (und ohnehin kaum Auerwild) da sind und man anders nicht Herr wird".

Mir haut es angesichts solcher Argumentationen den Vogel raus.

Wer Sauen als seltene wertvolle Beute will, der mag an Schäden jagen, mag kreisen im Winter, mit Seitenblick zu trüben Suhlen auf seine Rehe ansitzen und sich säuisch freuen, wenn er denn mal eine erwischt.
Jede Form von Hege IST halt doch künstliche Biotopkapazitätssteigerung und funktioniert: DANKBAR mehren sich die Schwarzkittel und der -zunehmend: schnöde - Ertrag. HEGE WIRKT! Jagd inmitten zäunestarrender Mais- und Getreidefelder ist nicht nur stets lebensgefährlich, das Austreiben sicher eingefencter Sauen hat auch den bitteren Beigeschmack der Lappjagd auf herangezüchtete Überbestände. Denn in den umgebenden Wäldern wird die verrückte Kirrerei perfekt weiter betrieben wie der beachtliche Zaunbau in Agrarsteppe davor.  Meine bittere Ironie ist m.E. kein Verfehlen des Themas sondern ein Verweis auf einen verbreiteten geheimen Grundkonsens der Jägerschaft: wir wollen soviel wie möglich von den Schwarzkitteln in unseren Revieren. Und es gibt nichts geileres als eine Drückjagd im Staatsforst bei irren Sauenbeständen.

Lippenbekenntnisse "scharfer Bejagung" haben nichts mit unseren wahren Interessen in den eigenen Revieren gemein.

Konkret: an beschriebenen Grundverhältnissen mit -leider- unstetem Wechselwild in -leider- geringer Zahl gilt es also überhaupt nichts zu ändern: genauso gehört sich`s mit Sauenbestand von 1-2 pro 100 ha Wald!

Ich red hier keinesfalls als einer, der von jeher diese Einstellung hatte und immer mit Zufallsbegegnungen und geringen Sauabschüssen zufrieden war. Sondern habe alle Fehler und die folgenden großen Beutezahlen, Zaunorgien etc. hinter mir. Im Alter wird die Hure fromm ... :-)
Die uralte Predigt zur Umkehr bei diesen Machenschaften aber ("abends in den Wildschweinpuff" etwa -Fehlzitat (!) E. Emmert) ging halt komischerweise nicht an mir vorbei, funktioniert im Revier genauso todsicher wie die fortbetriebene Hegetaktik rundum: man kann auch heute aus einem Sauenzoo ein schwarzwildarmes Revier machen und man kann ein schwarzwildarmes Revier "uninteressant" lassen - inmitten gehegt-wachsender Sauenbestände.
Jeder Einzelne, der selbstbeschränkend mitmacht, ist ein Gewinn. Ehrlicher, mit Recht stolzer auf seltene Beute, schlechterer Kunde bei BayWa, Lockmittelindustrie, Elektrohandel, Tankstelle- seltener im Revier und gerade deshalb ein "ganz toller Reviervater", der seinen Bauern stolz in die Augen schauen kann. Ganz ohne Saubart in versilbertem Viagra-Enblem am Hute.

WMH, B.

   

 

Nein,   wir füttern nicht ! ! !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Überangebot fördert den Bestand unnötig und ist nur ein Teil der Volksverdummenden "Hege und Pflege"

 

Somit sind die Abschusszahlen für das nächste Jahr ebenfalls gesichert da die Population entsprechend des

Nahrungsangebotes schon steigen wird.  Darin sind sich unsere Heger und Pfleger einig

 

 


 

Dokumentation von Fütterungen  im direkten Umfeld von Hofgeismar 

(an uns übermittelt im Oktober  2007)

Merkwürdige Dinge gehen hier vor.

 

Eine Futteruhr verrät dem Lodenfilz, während er zu Hause sitz, um welche Zeiten hier die Tiere zum fressen auftauchen.


 

Nein,

WIR füttern nicht !!

 

(sprach der Jägersmann und kippte seinen Anhänger hier ab)

 

Natürlich direkt vor seinem Schießplatz

 

 

Ein paar Kastanien gefällig?

 

Aufnahmen aus dem letzten "strengen Winter" 2006/2007

 

(wo auch immer er gewesen sein mag)

.

Na, wenn das nicht jemanden anlockt,

 

...den man dann abknallen kann

 

 

 

Ein Anhänger voll Obst

für künftige Opfer

 

Ein weiteres

Getreide-Mengen-Highligth

 

 

 

 

 

  

Ermordete Füchse, werden einfach so verscharrt

 

 

 

 

Unnötiges Blutbad und Verstoß gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz

(aber offensichtlich zum Anlocken weiterer Füchse gedacht)

 

Dies sind nur einige wenige Bilder aus der direkten Umgebung von Hofgeismar

die uns unsere "Sektionsleitung Hessen"  zur Verfügung stellte

 

Weitere werden folgen, denn leider können sich unsere Grünröcke nicht an gesetzliche Vorgaben halten.

 

 

Wie auch diese Falle wieder belegt, ist unser Wald

zu einem privaten Abenteuerspielplatz verkommen durch diese Herrenmenschen

 

 

 


 

Wollen Sie den perfekten Mord begehen ? ? ?

 

Besorgen Sie sich ein Gewehr und eine Jagdgenehmigung.

Erschießen Sie dann „versehentlich“ Ihr Opfer, und sagen Sie einfach „Uups!“
Während der neuntägigen Jagdsaison in Wisconsin, die am 25. November zu Ende ging, gab es beispielsweise sieben Tote, die an Gewehrschüssen gestorben waren, allerdings bezeichnete der zuständige Jagdaufseher des Wisconsin Department of Natural Resources (DNR), Bill Schwengel, diese Saison als die fünftsicherste, seit es Aufzeichnungen gibt. Da Jäger unbeteiligte Menschen genauso erschießen wie Tiere und andere Jagdlustige, erteilt PETA allen, die vorhaben, die Jagdsaison lebend zu überstehen, folgende Ratschläge:

 

1.) Tragen Sie eine leuchtende orangefarbene oder gelbe Weste.

Ein Frau aus Wisconsin, die auf einer öffentlichen Straße ihre beiden Hunde spazieren führte, wurde in einem Waldstück tödlich von einem Schuss getroffen, abgefeuert von einem Mann, der sagte, er habe sie für einen Hirsch gehalten. Sie trug eine weiße Mütze und dunkle Kleidung. Ihr Fehler. Bill Schwengel vom DNR sagte, Menschen, die in Jagdgebieten wohnen, sollten während der Jagdsaison helle Farben oder das standardmäßige leuchtende Orange tragen. Unterstützung bekam er von Tom Bokelman vom DNR, der angab, der Jäger habe nicht gegen das Gesetz verstoßen, weil er sich mehr als 15 Meter von der Mitte der Straße entfernt aufgehalten habe. Wer hätte gedacht, dass ein Hirsch Hunde spazieren führt?
 

2.) Vergessen Sie es, -- eine leuchtende orangefarbene Weste zu tragen.

In Kalifornien erschoss ein 67-jähriger Mann seinen 39-jährigen Sohn bei einem Jagdunfall. Selbstverständlich hatte er seinen Sohn für einen Hirsch gehalten. Der Sohn trug eine leuchtende Weste. Der Vater muss einem unsinnigen Gerücht auf den Leim gegangen sein, das sich letztes Jahr wie ein Buschfeuer in den Jagdzeitungen verbreitete, demzufolge PETA ein paar Hirsche mit solchen Westen ausgestattet habe.  (Zur Info: Wir konnten keine in passender Größe ausfindig machen.)


3.) Laufen Sie nicht mit einer Truthahn-Attrappe unterm Arm herum.

In South Carolina wurde ein Mann, der einen Gummi-Truthahn unterm Arm trug, von einem Jäger erschossen, der diesen für echt gehalten hatte, darauf abfeuerte und das Opfer traf. Donnerwetter, diese Attrappen sind irreführend, selbst dann, wenn sie unterm Arm getragen werden.
 

4.) Wagen Sie sich ja nicht aus Ihrem Hochsitz.

In New York wurde Benjamin Peterson von Brian Racks erschossen, als beide auf Hirschjagd waren. Racks sagte, er habe angenommen, Ben befinde sich auf einem Hochsitz oder schon vor ihm, so dass er, als er Peterson erblickte, diesen für einen Hirsch hielt und den Abzug betätigte.


5.) Erröten Sie nicht, tragen Sie kein Rouge und kriegen Sie keinen Sonnenbrand.

In Kentucky erblickte ein Jäger etwas Rotes hinter einem Baum und dachte, es handele sich um einen Truthahn. Das Opfer pfiff, um auf sich aufmerksam zu machen, und rief dann „Nicht schießen!“ Der Jäger schoss aber trotzdem. Auch hier wieder hatte das Opfer sich alles nur selbst zuzuschreiben. Es trug keine Gesichtsmaske – laut Hunter Education Association eine Notwendigkeit –, und der Jäger hielt sein rotes Gesicht für einen Truthahn.  (Das Opfer mag vielleicht auch Kehllappen gehabt haben.)
 

6.) Sitzen oder schlafen Sie niemals während der Jagdsaison auf Ihrem Bett.

Ein vierjähriger Junge aus Maryland wurde von der Kugel eines Jägers getroffen, als er schlafend in seinem Bett lag.
 

7.) Gehen Sie nicht in Ihren Garten.  

Eine Frau aus Maine, die es gewagt hatte, sich in ihren eigenen Garten hinauszubegeben, wurde von einem Jäger erschossen, der sie für einen Hirsch hielt. Das war jedoch ihr Fehler. Sie trug ein Paar weiße Fäustlinge, und – uups! – der Jäger hielt diese für den Schwanz eines Hirschs. Mit einer Frau daran. Neben einem Haus.
 

8.) Halten Sie immer Ihr Auto flott. 

Ein Paar aus New Jersey wurde von Hirschjägern angeschossen, als die beiden sich um ihr stehen gebliebenes Auto am Straßenrand kümmerten.
 

9.) Schlendern Sie nicht zum Briefkasten, zum Vogelhäuschen oder zu einem anderen entfernten Ziel. 

Einen Mann aus New Hampshire traf 150 Meter von seinem Haus entfernt die Kugel eines Jägers. Besser hätte er dem Rat von Eric Seaborg in der Washington Post Beachtung geschenkt: „An Tagen, die unter der Vorgabe, beide Geschlechter’ stehen, wenn die Jäger nicht mal mehr so tun müssen, als ob sie ein Geweih sehen, gehen wir ins Kino. Sperren Sie all Ihre Tiere, auch Kühe, drinnen ein. Tiere in den unterschiedlichsten Formen und Größen werden oft „aus Versehen“ von Jägern erschossen, darunter ein für Olympia bestimmtes belgisches Zugpferd namens Big Foot. (Ooh, ein besonders großer Hirsch!) Ein Jäger, der losfeuerte, als er „das Geweih sah“, machte sein verwundetes Opfer nieder, um sich dann auf die Suche nach einem Schwarzbären zu machen.
 

10.) Machen Sie nicht bei Weihnachtsvorführungen mit.  

Das betrifft auch dich, Weihnachtsmann. Letzte Woche entfernte sich Blitzen, ein zahmes Rentier, ein bisschen von einer Weihnachtsvorführung in einem Gartencenter in Pennsylvania und wurde von einem Jäger erschossen. Das wird er erst mal den Kindern erklären müssen. All diese Todesfälle waren dumme, tragische Unfälle. Das Verwunden und Töten von Millionen von Tieren in diesem Jahr wurde absichtlich verübt. Was auch immer die Gründe hinter diesem Schreckensszenario sind, es ist an der Zeit, das Töten aus reinem Spaß zu beenden. Wir sollten inzwischen wirklich darüber hinaus sein.

Quelle:  Alisa Mullins und Carla Bennett schreiben beide für PETA

 


Verbotene Jagd mit Tellereisen

ROTTENBURG

Wegen Verstoßes gegen das Tierschutz-/Jagdgesetz wird ein 50-jähriger Rottenburger jetzt angezeigt, weil er in der Nacht vom 10. auf den 11. August ein Tellereisen zur verbotenen Jagd auf einen Fuchs eingesetzt hatte.

 

Ein Landwirt entdeckte auf einer Wiese im Gewann „Boll“ einen Fuchs, der mit seinem Vorderlauf in ein Tellereisen geraten war. Das verwundete Tier musste von dem zuständigen Jagdpächter getötet werden. Wie die Polizei jetzt ermittelt hat, hatte der Grundstücksbesitzer in der zurückliegenden Zeit vermehrt Füchse auf seinem Feld festgestellt und deshalb am Abend des 10. August ein solch verbotenes Fanggerät mit einem Köder aufgestellt. Vermutlich noch in der Nacht geriet ein Fuchs in die Falle, der schließlich am darauf folgenden Mittag entdeckt wurde. In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass es seit 1991 in der EU verboten ist, ein Tellereisen zum Fang von Tieren einzusetzen. Fachkundige Beratung erhalten Hilfesuchende bei Problemen mit Wildtieren beim Kreisjagdamt des Landratsamtes Tübingen oder bei der Kreisjägervereinigung des Landkreises Tübingen.

Quelle: http://www.tagblatt.de/index.php?objekt=ST&nav1=Newsticker&nav2=Newsticker&artikel_id=35565231&aktion=lesen

 


 

Der künstliche Fuchsbau:  Eine der vielen Perversionen der Jagd!

Für Füchse wurde ein Kunstbau entwickelt, der einzig dazu dient, die Tiere bequem und ohne großen Zeitaufwand zu töten. Der von Jägern eingesetzte Kunstbau wird, einmal von den Tieren als neues Zuhause besiedelt, zur absoluten Todesfalle. Denn ein Kunstbau ist eine Betonröhre, die sich ausgehend von einem Rohr in zwei Röhren aufteilt, die in einem Kessel enden. Man schickt nun z.B. einen Jack-Russel-Terrier durch die eine Röhre in den Bau, um den Fuchs aufzustöbern. Der Fuchs wird zwangsläufig durch die zweite Röhre sein Heil suchen.

 

Die Jäger haben nun leichtes Spiel, denn der Fuchs muss und wird aus einer einzigen Öffnung versuchen zu fliehen.

 

Oft wird sogar noch vor diese Öffnung ein Netz gespannt, so dass der Fuchs

auf keinen Fall fliehen kann.

 

Bei einem natürlichen Fuchsbau könnte der Fuchs vielleicht noch flüchten,

aber der Kunstbau lässt die Jäger schnell an ihr perverses Ziel gelangen.

 

So schreiben begeisterte Jäger:

 "Seien Sie ein Fuchs!  Wer effektiv Füchse schießen will, braucht den Kunstbau!"

 

In Aachen / Alsdorf machten die "Ausgefuchsten" Jäger erfreulicherweise die Rechnung ohne die Naturschützer. In einem Naturschutzgebiet hatte man einen Kunstbau mit Genehmigung der Behörde eingebaut. Nach Protesten der Naturschützer soll der Bau aber verschwinden. Man hatte übersehen, dass in Naturschutzgebieten keine Bauwerke errichtet werden dürfen

 


 

Es bedarf schon einiger Hinterlist und Grausamkeit, ein perfekter Tierquäler zu sein . Auszug aus:  www.nimrods.de/Bodenjagd.htm

….Den grausamen Fuchshaken, eine doppelte starke Angel, die mit einem Wirbel an einer Stange aufgepasst ist, habe ich nie benützt.
Damit sollen Fuchs oder Dachs aus der Sackröhre gezogen werden, wenn er auf die Angel gebissen hat oder an einer Prante festgehakt wurde. Einfacher und humaner ist dann eine etwa fingerdicke feste Haselnußgerte, die man vorne kreuzweise einkerbt. Oder auch eine schwächere halbdürre Fichtenstange, an der man den obersten Quirl mit kurzen, zugespitzten Stummeln stehen lässt.
Ist nun der Fuchs oder Dachs in einer Sackröhre vom Hund festgetrieben, aber noch nicht erreichbar, dann sondiert man mit diesen Ruten. Beide beißen sie darauf. Aber im Gegensatz zum Fuchshaken sucht man ihnen irgendwo mit dem oberen Teil der Ruten in die Wolle oder die Borsten zu fahren und dreht nun die Rute dort fest. Hat sie erst einmal Wolle oder Borsten gefasst, dann wickelt sich durch richtiges Weiterdrehen der Balg oder die Schwarte um die Rutenspitze fest. Den Fuchs kann man dann meist leicht herausziehen, abfangen oder knebeln, so man ihn lebend haben will. Beim Dachs braucht man meist zwei Ruten und vier Hände, um den Schwergewichtler, der sich mit allen vier Pranten in der Röhre dagegen stemmt, zu landen.
Einen Knebel soll man bei der Grabarbeit stets in einer Hosentasche haben. Es ist das ein gut fingerstarkes und zwei Finger langes Stück festen, harten Rundholzes, tunlichst trocken, also aus Haselnuß oder Buche. An einem Ende des Holzes wird in einer leichten Kerbe eine kräftige Schnur so festgeknüpft, daß sie nicht abrutschen kann und ihre beiden Enden etwa 25 cm frei daran hängen. Der Fuchs nimmt dieses Apportel ohne Befehl sofort in den Fang, wenn man ihm das Holz hinhält und lässt es nicht mehr los, wenn man daran zieht. Sobald sein Fang frei ist, fährt man mit dem einen Ende der Schnur ihm unten und oben rings um den Fang und dann noch umgekehrt mit dem anderen Ende. Nun knüpft man beide Enden, das Stöckchen festhaltend und zurechtschiebend, fest zusammen. Der Fuchs hat dann einen sicheren Beißkorb an. Denn das Holz liegt hinter seinen Fangzähnen, kann also nicht herausrutschen, und die Schnur verhindert das öffnen des Fanges. So kann man auch bissige Hunde knebeln oder Hunde, die geflickt werden müssen, wie das auf Bau- und Saujagden öfter schon im Revier mit einfachsten Mitteln nötig werden kann. Den Fuchs, den man lebend mitnehmen will, steckt man dann einfach in einen festen Rucksack oder anderen Sack. Er verhält sich dann ganz ruhig, so daß man auf dem oft weiten Heimweg glaubt, er sei tot. Wenn man aber unvorsichtig nachschaut und der Fuchs so viel Luft sieht, daß er springen kann, wird er versuchen, blitzschnell aus dem Sack zu springen.
Weil wir nun schon mal beim Knebeln sind, müssen wir auch da einmal den Dachs betrachten, der sich dabei ganz anders verhält. Ein Mann muss viel Übung, Ruhe und Kraft haben, um den Dachs im Einschlag zu knebeln, wenn ihn ein scharfer Packer in diesem richtig gefasst und herausgezogen hat. Wie gesagt, kann man ihn mit einer Hand nicht im Genick festhalten, da der Hals ja bei diesem Erdarbeiter so stark bemuskelt ist wie bei einer Wildsau. Bei beiden ist der Hals ja stärker bemuskelt als der Rücken. Die Dachs­schwarte ist zäh und elastisch. Der Dachs drückt einem die Hand vom Halse ab, wenn er auch noch den Rücken wölben kann. Im Einschlag muss man ihn also gleichzeitig mit einer fest zupackenden Hand am Nacken und mit dem Spatenstiel auch im Rücken niederdrücken. Vorne im Genick muss ihn natürlich der scharfe Hund noch eisern halten. Dann drückt man den Dachs mit dem Knie auf seinem Rücken fest auf den Boden - er zerbricht dabei nicht! - und hat nun die andere Hand frei. Mit dieser führt man ihm den Knebel in den Fang, den er nicht so willig nimmt, wie der Fuchs das stets tut, und schnürt ihm den Fang zu. Dann erst bricht man den Hund ab, was leichter ein Gehilfe besorgt. Der Dachs muss immer noch mit zwei Händen niedergehalten werden, bis man ihn in einen wirklich festen, dichten Sack stopfen kann, wozu wieder vier Hände nötig sind. Ist der Sack nicht sehr fest und dicht, dann arbeitet der Dachs oft rasch ein Loch mit seinen Grabkrallen hindurch, da er ja, geknebelt, mit dem Gebiss, seiner eigentlichen Waffe, nicht mehr zugreifen kann. Dann müsste man dem Dachs vorher auch alle vier Pranken kreuzweise fesseln, wie man einen Bock schränkt, den man in den Rucksack stecken will. Der Dachs schlägt ja nie mit den Pranten, aber er sträubt sich und kratzt damit, wenn er sich mit dem Gebiss nimmer wehren kann. Nennenswerte Verletzungen kann er aber auch dann mit den Pranten nicht verursachen.
Damit ist die Sache noch lange nicht aus. Auch der geknebelte und sogar geschränkte Dachs tobt im Sack meist wütend weiter. Dabei geifert er stark vor Zorn. Wenn man nun den Dachs weiter transportieren muss, um irgendwo die nächste feste Kiste zu erhalten und ihn von Fesseln und Knebel bald zu befreien, kann es vorkommen, dass er sich auf einmal im Sack oder Rucksack ganz ruhig und still verhält. Wie das der Fuchs immer tut, der aber dabei quicklebendig ist. Der Dachs aber ist dann in der Regel tot. Oft schon nach einer halben Stunde Marsch. Die Ursache wurde mir nie ganz klar. Ist es Herzschlag? Ist es Luftmangel? Ich fand dann immer, dass die durch sein Geifern und Schäumen nasse Schnur des Knebels sich so fest über die Nase und Nasenöffnung zusammengezogen hatte, dass sie dem Dachs dort die Atemluft abgeschnürt zu haben schien, und er also erstickt war! Ich rate also beim Dachs, den man unbedingt lebend heimbringen will, diesen Kampf mit Knebel und Fessel zu vermeiden, der für beide Teile nicht erfreulich ist und oft zu keinem glücklichen Ende führt. Dann ist es schon besser, gleich auch noch eine feste, verschließbare Kiste auf den Bau mitzunehmen oder den auf den Schliefplätzen üblichen Transportkasten für das Raubwild. Man hebt dann den Dachs mit der Dachszange einfach aus und steckt ihn ungeknebelt in den festen Kasten. Mit der Dachszange, die man sonst auch beim Dachsgraben entbehren könnte, die man aber doch im Rucksack leicht mit­führen kann, muss man freilich auch richtig hantieren können. Falsch sind m. E. diejenigen Dachszangen konstruiert, die vorne eine gekröpfte Halskrause haben, die scheinbar den Dachs leichter in der Röhre selbst hinterm Kopf um den Hals fassen soll. Das wird in der Röhre nur selten gelingen, weil der Dachs den Kopf zwischen die Vorderpranten steckt. Die Dachszange, mit der man natürlich auch den Fuchs ausheben kann, soll vielmehr völlig gerade aus etwa kleinfingerdickem Rundeisen geschmiedet sein, das sich aber nirgends verbiegen darf. Man kann dann das Wild unversehrt in einen festen Sack oder Rucksack, den Dachs noch besser in eine feste Kiste, stecken.…….
 

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