Viele Angaben nicht erfasst
Die so genannte „Jahresstrecke“, also die Anzahl der
vom Deutschen Jagdschutzverband (DJV) gemeldeten jährlich getöteten Wildtiere
ist nach Einschätzung von
www.jagdaberfair.de, einer Tierschutzinitiative mit Schwerpunkt Jagd,
vollkommen falsch und untertrieben.
Die Statistik des Jagdverbandes gibt für das Jagdjahr 2009/10 etwas über fünf
Millionen im Rahmen der Jagd getöteter Wildtiere an. Schon das ist eine
unglaublich hohe Anzahl, wenn man bedenkt, dass nur ein kleiner Teil dieser
Tiere überhaupt - zum Beispiel als Wildbret - „verwertet“ wird. Der Großteil der
getöteten Tiere wird einfach entsorgt.
Die Wahrheit sieht viel schlimmer aus: ‘zigtausende Enten, Füchse, Bodenbrüter
werden alljährlich im Rahmen der Jagdhundeausbildung getötet.
Die Trefferquoten bei Bewegungsjagden (das Wild wird
aufgescheucht und auf der Flucht erschossen) sind ausgesprochen gering. Dabei
wird der weitaus größte Teil der Tiere nur verletzt und nicht aufgefunden. Diese
Tiere verenden oft qualvoll nach Stunden oder Tagen. Bei der Jagd auf
Wasservögel wird durch die breite Streuwirkung des Schrots ein weitaus
größerer Teil der Tiere „nur“ verletzt und nicht getötet.
Umweltverbände gehen davon aus, dass jährlich etwa 2.000-4.000 Tonnen
Blei in Deutschland verschossen werden. Das führt nicht nur zur
Vergiftung von Böden und Gewässern, es führt auch dazu, dass bis zu 300.000
Tiere durch die Aufnahme von Blei beim Gründeln oder über die Nahrung den
Gifttod sterben, darunter immer wieder der Seeadler. In den USA, den
Niederlanden, Dänemark und Schweden ist die Verwendung von bleihaltiger Munition
längst untersagt.
Einige hunderttausend Vögel, darunter Kormoran, Blässhuhn,
Höckerschwan und Eichelhäher und ebenso Hunde und Katzen werden
von vornherein nicht oder nicht systematisch erfasst und ein weiterer
signifikanter Anteil wird aus Bequemlichkeit oder wegen des administrativen
Aufwands nicht gemeldet.

Insgesamt dürften so ohne Übertreibung etwa
10 Millionen Tiere jährlich der Jagd zum Opfer fallen – das sind 28.000
Tiere pro Tag! Der Sinn insbesondere der Hobby-Jagd ist nicht nur heftig
umstritten, es gibt auch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die zu dem
Ergebnis kommen, dass die Jagd zur Bestandsregulierung - und diese wird als
Hauptargument der Jagd vorgebracht - nicht erforderlich ist. Wissenschaftler
habe sogar nachgewiesen, dass die Jagd im Hinblick auf die Bestandsregulierung
kontraproduktiv ist und zum Beispiel bei Fuchs und Schwarzwild zu erhöhter
Fortpflanzungsdynamik führt.
Nun wäre auch die von
http://www.jagdaberfair.de/ erstellte "Jahresstrecke" nicht vollständig,
ohne die Toten Menschen zu erwähnen, die durch die Jagd umkommen oder verletzt
werden. Bei Jagdunfällen werden im langjährigen Jahresdurchschnitt etwa 40
Menschen pro Jahr getötet und einige Hundert verletzt. Weitere 40 Personen
werden bei Wildunfällen getötet und mehrere Tausend verletzt. Die hohe Anzahl
der Wildunfälle (allein über 200.000 mit Rehwild) ist eine direkte Folge der so
genannten Hege dieser beliebten Trophäenträger.
04.03.2010 Grundthesen zur Jagd gehen online
Zwischen fünf und sechs Millionen Wildtiere werden jährlich von Jägern erlegt. Dabei dient nur ein Bruchteil der erlegten Tiere als Nahrung oder wird z.B. als Pelz verwertet.
Das Hauptargument für dieses Tun sei der Arten- und Naturschutz, argumentieren die Jäger und die Politik, die den Rahmen für dieses Massaker bietet.
Es gehe darum Bestände stabil zu halten und die bei uns fehlenden Prädatoren wie Wölfe und Bären zu ersetzen.
Bei dieser Argumentation schreien sowohl Wildbiologen als auch Tierrechtler
und Tierschützer auf. Schockierend dabei ist, dass die Behörden,
die Abschusszahlen festlegen, keinerlei fundierten Erkenntnisse über die tatsächliche Bestands- noch über die angeblich hohen Schadenszahlen haben.
Bestandzahlen werden aus Abschusszahlen hochgerechnet. Eine Methode, die keinem wissenschaftlichen Standard entspricht.
Inzwischen ist hinlänglich wissenschaftlich bewiesen, dass diese vermeintliche
Bestandsdezimierung die sozialen Strukturen im Tierreich zerstört und u.a.
somit
die Tiere zu einer unkontrollierten Vermehrung anregt. Hinzu kommt, dass
mit direkten oder indirekten Fütterungen in das natürliche Nahrungsangebot der
Tiere eingegriffen wird, was gerade in den Wintermonaten zum Aussetzen der natürlichen Selektion führt.
Am Ende ist genau das Gegenteil der ursprünglichen Absicht erreicht: die Bestände erhöhen sich.
Bei der Betrachtung der Strukturen in der Jägerschaft und dem Agieren der
politischen Instanzen ist nur ein konsequenter Schluss möglich: die in
Deutschland praktizierte Jagd ist eine Hobby- und Spaßjagd, bei der
Trophäenkult, das gesellschaftliche Erlebnis und die Lust am Töten mit dem
damit verbunden Ausleben von Machtgefühlen im Vordergrund steht.
Letzteres wird immer wieder durch Jägerberichte aus Insider-Kreisen bestätigt. Die Behauptung der Jäger, Jagd sei angewandter Naturschutz, verkommt dabei zur Farce.
Vielmehr ist festzustellen, dass Jagd oft mit Tierquälerei verbunden ist und in der Praxis oftmals feigem Mord an einem Mitlebewesen gleicht.
Diese Argumentation der Tierschützer erhält zunehmend Rückhalt durch Wildbiologen.
Die Jagd findet in einer von der Gesellschaft oft wenig gekannten und wenig
beachteten Subkultur - Tradition genannt - statt, deren Handeln durch eine für
diesen Bereich lobbyistisch geprägte Gesetzgebung legitimiert wird.
Jagdunfälle und Fehlabschüsse, wenn z.B. bei einer Treibjagd ein Pferd oder
eine Kuh erlegt wird, rütteln regelmäßig auf und rücken die Jagd für einen
Moment in den Focus der Bevölkerung.
Wichtig ist auch zur erkennen, dass die Jagd keiner umfassenden behördlichen
Kontrolle unterliegt. Der Jagdschutz obliegt den Jägern selbst, was einer
Selbstkontrolle gleichkommt, die für ein demokratisches Gesellschaftssystem
einen untragbaren Zustand darstellt. Jagdbehörden beschränken sich meist auf
das Ausstellen von Jagdscheinen, die Registrierung von Abschusszahlen und
werden wiederum häufig von Jägern geleitet, so dass Jagdvergehen und
Gesetzesverstöße häufig unerkannt und ungeahndet bleiben.
Weiter kommt hinzu, dass Jäger jährlich mehrere tausende Hunde und
zehntausende von Katzen wegen „Wilderei“ töten, was selbstredend so gut wie
keine Akzeptanz findet.
Da bereits 2004 eine EMNID-Umfrage ergab, dass mehr als 76 Prozent der Bevölkerung der Jagd kritisch gegenübersteht oder diese vollends ablehnt, ist es letztendlich verständlich, arum sich Widerstand gegen die Jagd mehrt. Im Rahmen dieser Entwicklung haben nun führende Tierrechts-, Tierschutz- und Naturschutzorganisationen ein Thesenpapier unter dem
Titel Grundthesen zur Jagd erarbeitet, welches die Fakten rund um die Jagd kurz und knapp analysiert.
Aus diesen Thesen sind künftig weit reichende Forderungen
abzuleiten, die der bisher praktizierten Jagd einen neuen Rahmen gewähren
müssen.
Das Thesenpapier soll zum einen in der Bevölkerung eine noch höhere
Aufmerksamkeit wecken – es besteht nach wie vor ein immenser
Informationsbedarf – und zum anderen in die Diskussionen um die
Jagdgesetzgebung eingreifen.
So wird z.B. in Rheinland-Pfalz zurzeit eine Landesjagdgesetznovellierung diskutiert, bei der jedoch zu erkennen ist, dass der Tier- und Naturschutz wieder weitestgehend auf der Strecke bleibt.
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. Grundthesen zur Jagd:
- Agrarwirtschaft, Forstwirtschaft und Jagd auf der einen Seite sowie die Zersiedelung unberührter Naturlandschaft auf der anderen Seite sind primär verantwortlich für die drastische Reduzierung der Artenvielfalt.
- Intensive Agrarwirtschaft raubt der Tierwelt den Lebensraum; überlebende Tiere werden durch ausufernde Bejagung sukzessive an den Rand des Aussterbens getrieben.
- Die Forstwirtschaft ist an einer Gewinnmaximierung der Holzerträge orientiert. Das Schlagwort „Wald vor Wild“ definiert die Situation, Waldtiere sind der Störfaktor dieser Industrie. Waldschäden durch Verbiss sind nachweislich Vorwand, Wildtiere gewaltsam an einen nach wirtschaftlichen Interessen definierten Normbestand anzugleichen. Die gesamte freie Natur wird zu einem Freiland-Industriekomplex umgebaut.
- Felder und Wälder sind zum Teil in Privatbesitz, zum Teil in Staatsbesitz. Der Staat ist per Verfassung Sachwalter des Volksvermögens; Wildtiere gehören somit dem gesamten Volk und nicht einer Minderheit von Jägern, die sich zum alleinigen Nutzer der Tiere aufgeschwungen hat. „Naturschutz“ durch Jagd findet nicht statt, Trophäenkult und Schießvergnügen sind vorrangig. Die Jagd ist ein weitgehend lustbetonter und breit gestreuter Arten-Terrorismus.
- Jagd ist die letzte legale Möglichkeit, in Friedenszeiten mit der Waffe ungestraft zu töten. Sie ist die letzte Möglichkeit, dem Tötungstrieb hemmungslos nachzugehen. Waffenbesitz birgt – wie Beispiele drastisch belegen – immer die Gefahr des Missbrauchs.
- Anzutreffen sind in diesem Umfeld vorwiegend mental entsprechend gelagerte Individuen, denen Mitgefühlsfähigkeit hochgradig fehlt. Ein Blick in Jägerzeitungen bestätigt dies und offenbart regelmäßig ein beängstigendes Tötungsvergnügen.
- Der Neurologe und mehrfach ausgezeichnete Psychoanalytiker und Schriftsteller Paul Parin erklärte in seinem viel beachteten Buch „Die Leidenschaft des Jägers“ (Europäische Verlagsanstalt, 2003): „Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt ... Und weil es sich bei der Jagd um Leidenschaft, Gier, Wollust handelt – um ein Fieber eben –, geht es ... um sex and crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Mord und Lustmord.“
- Jagd ist in Strukturen eingebunden, die demokratische Regeln konterkarieren. Jäger sind oftmals Leiter der Jagdbehörden, entscheiden in eigener Sache über Auslegung, Anwendung und Sanktionen jagdlicher Vorgänge. Diese jagdfreundlichen Strukturen decken personell den gesamten gesellschaftlichen Bereich – vom Handwerker bis zum Minister – ab, ein Netzwerk, das den Beteiligten Vorteile und Abhängigkeiten garantiert.
- Aufgrund dessen herrscht in den Wäldern weitgehend Rechtsfreiheit, Kontrollen der Jagd von behördlicher Seite finden so gut wie nicht statt. Jagdschutz ist zurückdelegiert an die Jäger, so dass sich innerhalb des Staates ein autonomes, Selbstverwaltendes Interessensystem etabliert hat.
- Die intensive Jagd – insbesondere auf Schwarz- und Rehwild – wird mit Schäden der Landwirtschaft und überhöhter Population begründet. Es gilt ausdrücklich festzustellen, dass
- Behördlich-jagdliche Entscheidungen fallen nicht anhand fundierter Ermittlungen und Zahlenwerke, sondern unterliegen dem populistischen Kalkül der anordnenden Behörde. Alternativen zur Bejagung werden nahezu nicht in Erwägung gezogen.
- Auf Betreiben der Agrar- und Jagdlobby werden verstärkt revierübergreifende Treib- und Drückjagden durchgeführt, wobei jegliche Treibjagd tierquälerische Komponenten enthält allein aus der Tatsache, dass ungenau getroffen und nahezu wahllos geschossen wird. Für revierübergreifende Maßnahmen existiert als Gesetzesgrundlage im Jagdrecht lediglich der §10a BJagdG. Diese Vorschrift sieht vor, dass zum Zwecke der Hege des Wildes revierübergreifende Hegegemeinschaften gebildet werden können. §1 Abs. 1 BJagdG unterscheidet dabei eindeutig zwischen „Hege“ und „Jagdausübung“. Unter „Hege“ versteht das Gesetz den Schutz und die Pflege wildlebender Tiere, wohingegen sich die „Jagdausübung“ auf das Nachstellen, Fangen und Erlegen von Wild bezieht. Deutlich wird diese Trennung von „Hege“ und „Jagdausübung“, indem die Pflicht zur Hege beim Grundstückseigentümer verbleibt, auch wenn das Jagd-ausübungsrecht an die Jagdgenossenschaft abgetreten wird. Nach alldem gibt es keine gesetzliche Grundlage für die revierübergreifende Jagdausübung.
- Keinerlei fundiertes Zahlenmaterial liegt für alle anderen Tierarten vor. Beispielsweise unterliegt die Fuchs- und Vogeljagd keiner Beschränkung durch Abschussbegrenzungen, sodass es dem einzelnen Jäger frei steht, nach Belieben zu jagen. Dieser Freibrief begründet einen nie gekannten Wildtierterrorismus durch Antianimalisten.
- Die gewachsenen Sozialstrukturen vieler Wildtiere, vor allem der Wildschweine, werden durch Jäger zerschossen. Leittiere, welche die Vermehrungsraten kontrollieren, sind in den Rotten und Verbänden kaum noch vorhanden. Die Populationsdynamik ist durch den erheblichen und immer mehr zunehmenden Jagddruck enorm gestiegen.
- Die Füchse, die in freier Natur monogam und reviertreu sind, werden zum Ortswechsel gezwungen, um sich neue Partner zu suchen, da die Paare durch die Jäger auseinander geschossen werden. So werden durch Zerstörung sozialer Tierstrukturen nicht nur neue Paarbildungen verursacht, jedes weibliche Tier befruchtet und damit die Geburtenrate erhöht, sondern auch verstärkt Krankheiten übertragen, welche angeblich durch die Jagd bekämpft werden sollen.
- Die Vogeljagd, speziell die Enten- und Gänsejagd, verursacht eine undifferenzierte Tierselektion ohnegleichen. Der Vogel, der auf seinen länderübergreifenden Flügen den Nachstellungen in einem Jagdrevier entkommen ist, unterliegt den gleichen Verfolgungen auf seinen Stationen im nächsten und übernächsten Revier. Diese Tiere sind dem lustorientierten Tierselekteur schutzlos ausgeliefert. Desaster in der Sozialstruktur betroffener Tierverbände und im Artengefüge ganzer Vogelbestände sind damit vorprogrammiert. Durch die Verwendung von Schrotmunition, die vielfach nicht sofort tödliche Steckschüsse mit inneren Verletzungen verursacht, erleiden jährlich Hunderttausende angeschossener Tiere einen langsamen, qualvollen Tod.
- Für das reine Schießvergnügen gezüchtete und in Mitteleuropa ursprünglich nicht heimische Tiere wie z.B. Fasanen dokumentieren die pervertierte Auffassung von Tier- und Naturschutz. Auf der gleichen Ebene sind Winterfütterungen zu sehen. In forstlich nutzungsorientierten Stangenkulturen besteht ein ausgeprägter Mangel an Stauden, Buschwerk und Weichhölzern, sodass nur mit Hilfe der Zufütterung saisonal ungeeigneten Futters größerer Schaden im Forst verhindert und dabei gleichzeitig ein überhöhter Wildbestand zur weiterhin lohnenden Bejagung erhalten werden kann. - Absolut dekadent und morbide sind Auslandsjagden, in denen aus reiner Tötungsgier sowohl bestandsbedrohte und oft international streng geschützte Arten als auch zahme Zuchttiere (z.B. Löwen) von pathologischen Tiertötern erlegt werden.
- Tiere sind Individuen, die Freude und Leid, Schmerz und Glück erfahren können, die Rechte besitzen und die als Mitgeschöpfe geachtet werden müssen. Die Jagd widerspricht einem aufgeklärten, fortschrittlichen Verständnis von Natur und Tieren aufs Schärfste.
- Die Menschheit hat sich per Selbsternennung und mit keiner naturwissenschaftlichen Logik in Einklang zu bringendem Selbstverständnis mit der Berechtigung ausgestattet, ohne Gewissensprobleme über die Interessen aller andersartigen Wesen (Arten) zu entscheiden, um diese nach Lust und Laune zu versklaven, zu töten, zu züchten und zu verändern. Die Jagd ist dabei nur eine kleine Facette dieses gigantischen anthropogenen Unfugs- und Unterdrückungssystems.
- Das heutige Jagdgesetz ist aus der nationalsozialistischen Gesetzgebung hervorgegangen und in seinen Grundzügen bis heute gültig. Unverkennbar tauchen faschistoide Komponenten wie Männlichkeit, Einheit, Stärke, Riten, Symbole und die „regenerative“ Kraft von Gewalt – umdefiniert als Gewalt gegen Tiere – auf. Gerade der exzessive Bezug zur Tradition stützt diese These.
- Oft unterstützt faschistoides Gedankengut „rassisches“ Überlegenheitsgefühl und ethnische Verfolgung. Der humane Bezug hat sich bei der Jagd auf einen animalistischen Bezug transformiert und sich in einen, dem menschlichen Rassismus vergleichbaren, Antianimalismus gewandelt. Durch biologischen Ranghöhenwahn des Menschen, speziell des jagenden Menschen, gegenüber der Tierwelt ist ein faschistoider Artenselektionismus entstanden, der in einen gnadenlosen Terrorismus gegen Wildtiere ausgeufert ist. Gegenüber einigen Tierarten (z.B. Fuchs) und definierten Feindgruppen (sog. „Raubzeug“ und „Raubwild“) ist ein genozidales Handeln zu erkennen. |
Ohren
eines angefahrenen Tiers abgeschnitten - Jäger erhalten von Behörde bei
Abschuss Prämie von 20 Euro
Hartmannsdorf. Jagdpächter Frank Heil hat am Donnerstagmittag in Hartmannsdorf an der Chemnitzer Straße einen grausamen Fund gemacht. Er war vom Ordnungsamt von Hartmannsdorf gerufen worden,
weil am Straßenrand ein angefahrener Fuchs liegen sollte. "Als ich eintraf, lebte das Tier noch, aber beide Ohren waren abgeschnitten", sagte der Jäger am Freitag auf "Freie Presse"-Nachfrage.
Er habe den Fuchs dann fachgerecht getötet, indem er ihn mit dem Messer den so genannten Fangstoß versetzte und den Kadaver entsorgte. "So was ist mir noch nie widerfahren", reagierte der Jagdpächter
mit einer über 40-jährigen Berufserfahrung entsetzt. Wer auch immer so etwas tue, müsse bestraft werden. "Das ist Tierquälerei. Der Fuchs ist angefahren worden. Es hat nur noch die Vorderläufe bewegen können, weil das Rückgrat gebrochen war", so Heil. Die Polizei sucht jetzt Zeugen, die Angaben zu der grausigen Tat machen können. "Es wurde Anzeige aufgenommen. Wir ermitteln wegen Tötung eines Tieres", sagte Polizeisprecherin Heidi Hennig. Eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren erhält laut Tierschutzgesetz derjenige, der ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder ihm erhebliche Schmerzen zufügt.
Doch die Verstümmelung des Tieres könnte mehrere Gründen haben, erklärt Ulrich Köhler, Chef der Kreisjagdbehörde Freiberg. "Wenn ein Jäger einen Fuchs erlegt hat, schneidet er die Gehörspitzen, wie Ohren genannt werden, als Beweis ab, als weil er dafür von der Unteren Jagdbehörde des Landkreises eine Prämie von 20Euro erhält." Damit werde die Fuchspopulation geregelt, da die Anzahl der Tiere in den vergangenen Jahren angestiegen sei.
Durch die erfolgreiche Tollwutimpfung gebe es wieder mehr Füchse. Doch eine andere Gefahr bestehe durch den Fuchsbandwurm, der durch den Fuchs und seine Ausscheidungen auf den Menschen übertragen wird und bei ihm zum Tod führen kann. "Deshalb gibt es diese Fangprämie in Sachsen", sagt Köhler. "Doch das Tier nicht von seinen Qualen zu erlösen, ist schäbig und Tierquälerei", schimpft Köhler. Er vermutet, dass "ein Jäger die Prämie kassieren will". Doch es könnten auch andere Täter infrage kommen. Die Polizei kann noch nichts über die Hintergründe der Tat sagen. "Wer mit seinem Auto ein Tier anfährt, sollte immer die Polizei rufen", empfiehlt die Sprecherin. Neben Versicherungsfragen sei es wichtig, dass der zuständige Jagdpächter das Tier ordnungsgemäß entsorge. Laut Unterer Jagdbehörde sei es Pflicht des Jägers, getötete Füchse entweder in der Tierkörperbeseitigungsanlage abzugeben oder tief zu vergraben. Damit solle vermieden werden, dass Wildschweine die Kadaver ausgraben und fressen.
für Hinweise: Telefon 03737 7890
Von Bettina Junge, Erschienen am 22.01.2010
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/CHEMNITZ/1666395.php
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...und berechtigte Protest-Reaktionen lassen nicht lange
auf sich warten, wie folgende Mails zeigen:
Mail von Lovis Kauertz Das vollständige Schreiben finden Sie hier:
http://www.arbeitskreis-tierschutz.de/Startseite/Artikel/Abschusspraemie.htm
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Mail von Beate Rost
Liebe Tierschutzfreunde,
Dieser
Fuchs lebte noch, sein Rückgrat war gebrochen, aber er konnte die Vorderläufe
noch bewegen.
auch dann nicht, wenn wir es nicht unmittelbar hören. Nur
dann können wir etwas verändern. Nur dann kann Jankers Geschichte auch die
Geschichte einer großen Hoffnung sein.
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Eben erfahre ich durch einen Pressebericht, dass in Ihrem Bundesland Kopf-
oder soll ich besser sagen Ohrenprämien für Füchse ausgeschrieben sind.
Begründung sei die Gefahr der Übertragung des Fuchsbandwurmes auf den Menschen
(1). Ferner beruft sich der Leiter Ihres Bürgerbüros, Herr Dr. Walter
Siegemund, in einem öffentlich gemachten Standardschreibens darauf, dass zum
einen eine Abschussprämie für Füchse Tradition (2) habe, ferner diese auch in
anderen Bundesländern, z.B. Rheinland-Pfalz, ausgelobt sei. Darüber hinaus
wird als Begründung angegeben, der Jäger habe ansonsten keinen Anreiz, Füchse
oder “Raubzeug” zu schießen (3). Ferner behauptet Herr Dr. Siegmund, Jäger
haben die Aufgabe, den Wildbestand zu regulieren (4), der Fuchsbestand könne
sich aufgrund fehlender natürlicher Feinde nicht selbst regulieren (5), der
Fuchs würde den Bestand von Hasen und Dachsen und anderem Niederwild schädigen
(6) und er müsse aus Tierschutzgründen und um des biologischen Gleichgewichts
Willen (7) gezielt bejagt werden. Weitere haltlose in dem Schreiben
aufgeführte Begründungen will ich nun hier aus Platzgründen nicht ausführen.
Dass in Sachsen - wie in vielen anderen Ländern - für Füchse und andere
ausgesuchte Arten überhaupt keine Schonzeiten bestehen ist an sich schon
verwerflich und wird weder dem Tierschutzgedanken noch dem Grundgesetz
gerecht. Dass aber Prämien für erlegte Füchse ausgelobt werden, und der
Nachweis über abgeschnittene Ohren geführt wird ist nicht nur verwerflich, es
ist ethisch nicht vertretbar in einer Zeit, in welcher moderne Maßstäbe von
Natur- und Tierschutz gelten sollten.
Zu den mangelhaften Begründungen Ihres leitenden Mitarbeiters möchte ich wie
folgt Stellung nehmen:
(1) Wie viele Fälle von Übertragung des Fuchsbandwurmes auf den Menschen hat
es in Sachsen (in Deutschland) in den letzten Jahren gegeben? Welche
wissenschaftliche Begründung gibt es dafür, wegen einer möglichen
Ansteckungsgefahr des Menschen massiv Füchse zu jagen? Wie hoch ist der
Fuchsbestand in Sachsen?
Es gibt unabhängige Studien der Universitäten Ulm und Stuttgart, welche
zeigen, dass selbst Risikopersonen (Waldarbeiter, Förster etc) nicht am
Fuchsbandwurm erkranken, obwohl sie bereits Kontakt mit diesem Parasiten
hatten (Quelle: Kurt Eicher, Biologe). Diese Ergebnisse wissenschaftlicher
Untersuchungen beweisen, dass eine ernstzunehmende Gefahr für den Menschen vom
Fuchsbandwurm nicht ausgeht. Sollten Sie dennoch der Überzeugung sein, dass
etwas gegen den Fuchsbandwurm unternommen werden muss, so gibt es die
Alternative über Köder Impfstoffe auszubringen. Die Jagd auf Füchse zur
Vermeidung der Ansteckung des Menschen mit dem Fuchsbandwurm verstößt gegen
den Gedanken des Tierschutzgesetzes, denn es gibt keinen vernünftigen Grund
dem Fuchs deshalb nachzustellen.
(2) Dass bereits in der DDR oder aktuell auch in Rheinland-Pfalz Fuchsprämien
ausgelobt wurden und auch schon im Mittelalter den Füchsen nachgestellt wurde,
ist doch bitte keine Rechtfertigung für eine keiner Ethik gerecht werdenden
Herangehensweise Ihres Bundeslandes.
(3/4/5) Die Jäger benötigen keinen weiteren Anreiz, Füchse zu erlegen. Ein
Großteil der Jäger - sicherlich nicht alle - sind reine Lust-Töter, es wird
geschossen, was vor die Flinte kommt. Lesen Sie die einschlägigen
Jagdzeitungen, hören Sie was auf Treib- oder Drückjagden oder am Stammtisch
gesprochen wird - als einigermaßen sensibler Mensch kann man da nur entsetzt
sein! Eine Ursache der angeblichen Überpopulation von Füchsen in Sachsen ist
die Jagd selbst. Durch die Jagd werden die Sozialgefüge der ansonsten monogam
lebenden Tiere geradewegs zerschossen. Das führt dazu, dass Füchse immer
wieder das Revier wechseln und dort neue Partnerinnen befruchten. Damit wird
nicht nur die ansonsten funktionierende Bestandsregulation unter Füchsen
signifikant zerstört, auch führt es z.B. durch häufigere Sexualkontakte zu
einer stärkeren Verbreitung von Krankheiten. Die Vergangenheit hat gezeigt,
dass sich selbst mit drastischen Maßnahmen die Fuchspopulation nicht
reduzieren lässt. Niemand kann die Bestanddichte besser regulieren als die
Füchse selbst. Stellen Sie die Jagd auf Füchse ein, denn was Sie da machen,
hat weder Hand noch Fuß - es dient allein der Mordlust einer Minderheit von
Jägern.
(6/7) Der Fuchs ist keine Gefahr für den Bestand des Niederwilds. Dass er
Bestands gefährdend für den Dachs ist, ist lächerlich. Dann bitte zeigen Sie
mir einen Fuchs, der einen gesunden Hasen stellt. Der Fuchs ist ein
Allesfresser, seine fleischliche Nahrung bezieht er im Wesentlichen durch das
Bejagen von Mäusen und krankem Niederwild. Auch Kaninchen stehen auf seiner
Speisekarte. Aber in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet war der Fuchs nie
die Ursache für die Gefährdung einer Tierart. Daher ist auch die von Herrn Dr.
Siegemund angeführte Behauptung, der Fuchs müsse aus Tierschutzgründen bejagt
werden, an den Haaren herbei gezogen. Das biologische Gleichgewicht erreichen
Sie nicht durch die Bejagung des Fuchses, vielmehr würde das Pflanzen von
Hecken und die Pflege von natürlichen Ausgleichsflächen dieses Ziel
unterstützen.
Bitte setzen Sie sich mit dieser Argumentation auseinander, befragen Sie nicht
nur die Jäger und der Jagd zugetane Experten … und lassen Sie sich nicht zu
sehr von der mächtigen Jagdlobby beeinflussen.
Mit freundlichen Grüßen
vor wenigen Tagen wurde an einer Landstraße mitten im Freistaat Sachsen ein
angefahrener Fuchs gefunden, deren Ohrspitzen abgeschnitten waren.
Die Ohrspitzen hatte man ihm bei lebendigem Leib abgeschnitten!
Der Grund: In Sachsen bekommt derzeit jeder Jäger gegen Vorlage der Ohrspitzen
eines Fuchses als Tötungsnachweis vom Land eine Prämie von 20 Euro.
Es ist unfassbar. Und für ein zivilisiertes Land, wie es auch Sachsen seit der
Wiedervereinigung sein will, ist es ein Skandal.
Deshalb bitte ich euch, beim sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw
Tillich gegen dieses barbarische Vorgehen zu protestieren.
ministerpraesident@sk.sachsen.de
Bitte klickt diese Mail nicht einfach weg. Bringt den Mut auf, für diese
wundervollen Geschöpfe Einzustehen. Ihr Klagen und Weinen darf uns nicht
gleichgültig sein,
Beate Rost
Mail von A. Riehl
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
da ich noch nie im Osten war, meine Mutter
aber da her kommt, wollte ich eigentlich dieses Jahr mit meiner Familie
dort meinen Urlaub verbringen, ich denke das hat sich nun erledigt.
Ich mußte leider lesen das man eine Kopfprämie
auf Füchse zahlt, als Beleg dienen dem Land abgeschnittene Ohren, so etwas
kann ich nicht akzeptieren, besser nähme man diese
Steuergelder um Köder
auszulegen, die die Vermehrung der Tiere unterbindet, und die Fuchsjagd
verbietet, das alleine wäre ein Besuch in Ihrem Land wert.
Ich bitte Sie höflichst darüber nach zu denken
und auch zu handeln, denn dann würde man eine positive, auch unter dem
Gesichtspunkt Tierschutz, Nachricht verbreiten,
die sogar ausländische
Urlauber anziehen könnte. Zu einer Natur gehören nicht nur schöne
Landschaften, sondern auch die Tierwelt.
Mfg A.Riehl
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..........Und hier die (standardisierte) Antwort des Bürgerbüro´s: ----- Original
Message ----- Sent:
Wednesday, February 24, 2010 10:37 AM Subject:
AW:
Sehr geehrter Herr Riel,
Herr
Ministerpräsident Tillich dankt Ihnen für Ihre Anfrage und hat das
Bürgerbüro beauftragt, Ihnen zu antworten.
In den
letzten Tagen häuften sich bei mir E-Mails zur Frage der Abschussprämie
für Füchse. Interessanterweise kamen sie vorzugsweise nicht aus Sachsen,
sondern fast ausschließlich aus den westlichen Bundesländern - wie auch
Ihre Anfrage. Das zeigt, dass interessierte Kreise in
westlichen Bundesländern bei Leuten, die die sächsischen
Verhältnisse nicht kennen, offenbar leichter eine Hype erzeugen
können
als bei Leuten, die Bescheid wissen. Ich freue mich, dass Sie - Im
Gegensatz zu anderen Zuschriften, wo nur aus dem Bauch heraus geschimpft
wird - eine Aufklärung anfordern.
Ich will sie Ihnen gern geben.
Zunächst,
was Sie offenbar nicht wissen: Abschussprämien für Füchse haben
in Deutschland (sowohl in der alten Bundesrepublik als auch in der DDR)
eine lange Tradition, weil Jäger zwar durch das geschossene Wild mit dem
so gewonnenen Wildbret Vorteile haben, durch geschossene Füchse oder
Raubzeug nicht. Z.B. legen Jäger mit den Innereien ausgebrochenen
Wildes schon immer sogenannte Luderschächte an,
mit denen Füchse und
Raubzeug angelockt und geschossen werden kann. Auch in westlichen
Bundesländern gibt es eine Abschussprämie für Füchse, in Rheinland-Pfalz
beträgt sie z.B. mit 40 € das Doppelte
der sächsischen. Haben Sie dort
schon nachgefragt? Sie könnten
also ebenso wenig dorthin fahren wie z.B. nach Baden-Württemberg oder
Bayern.
Bedenken Sie das bitte noch einmal.
Wie Sie
möglicherweise wissen, haben Jäger die Aufgabe, den Wildbestand so zu
regulieren, dass das biologische Gleichgewicht erhalten bleibt, nicht
z.B. durch Wildschweine Saaten durchwühlt werden oder das überhand
nehmende Schwarz-, Reh- und Rotwild den Jungforst durch Verbiss
schädigt. (Übrigens war das schon früher so, ich erinnere nur an den
Jägerchor aus dem "Freischütz", wo es heißt: " ... den blutigen Wolf
und den Eber zu fällen, der gierig die grünenden Saaten durchwühlt ...",
wie Sie sicher wissen.). Da der Fuchs keine natürlichen Feinde hat, wie
auch das Schwarz-, Rot- oder Rehwild (früher waren die natürlichen
Feinde Bären und Wölfe), wird der Bestand nicht natürlich reguliert.
Und ist das von Ihnen empfohlenen Auslegen von Giftködern etwa humaner?
Ein gezielter waidgerechter Abschuss ist humaner, billiger, effizienter
und vor allem im Sinne des Naturschutzes, schon weil Giftköder genau so
gut auch Dachse, Wiesel oder Mauswiesel (naturgeschützt) töten würde.
Wollen Sie das?
Seit bei
Füchsen z.B. in Sachsen (und auch im übrigen Deutschland) keine Tollwut
- eine wesentliche Todesursache von Füchsen bisher - auftritt, hat der
Bestand drastisch zugenommen. Mittlerweile ist der Fuchs sogar Bewohner
der Großstädte. Mir begegnen z.B. auf meinem Arbeitsweg mit dem Rad in
Dresden oft früh Füchse, die auch nicht - wie früher - sehr scheu sind.
Neulich schaute sogar ein junger Fuchs durch unsere Verandatür ins
Zimmer, und auch ein Altfuchs wollte sich partout nicht verjagen
lassen. Immer wieder wird berichtet, dass Füchse Abfalltonnen und
-haufen durchwühlen, auch auf meinem Arbeitsweg kann ich solche
durchwühlten Abfalltonnen sehen. Das ist übrigens nicht nur in Sachsen
so. Der Fuchs jedoch ist der natürliche Feind des übrigen Niederwildes,
wie Fasanen, Hasen, Kaninchen, Dachse oder bodenbrütende Vogelarten. Je
mehr Füchse - desto mehr wird das Niederwild und damit das biologische
Gleichgewicht geschädigt. Wollen Sie das?
Aus
Tierschutzgründen und um des biologischen Gleichgewichts willen müssen
Füchse also gezielt bejagt werden. Zudem wird dadurch die Gefahr durch
den auch für Menschen gefährlichen und gelegentlich tödlichen
Fuchsbandwurm verringert und das erneute Ausbrechen der Tollwut (es
wandern auch Füchse aus anderen Ländern, die noch nicht tollwutfrei
sind, ein) im Keim erstickt, ganz abgesehen von hygienischen Gründen bei
durchwühlten Abfallbehältnissen. Durch die Abschussprämie wird der
übergroße Bestand an Füchsen staatlich kontrolliert auf ein
umweltverträgliches Maß, wie es schon vorher jahrhundertelang geherrscht
hat, reduziert. Auch ganze Fuchskadaver werden abgegeben und können
tierveterinärärztlich untersucht werden, selbst abgeschnittene Ohren
(sie werden abgeschnitten, wenn der Fuchs tot ist, also keine
Tierquälerei) können Auskunft über Krankheiten geben. Ein einziger Fall,
bei dem einem überfahrenen Fuchs die Ohren abgeschnitten wurden wird
gegenüber Hunderten waidgerecht getöteten Füchsen maßlos aufgebauscht
und wahrheitswidrig als Alltäglichkeit berichtet.
Sie sind
- so scheint es - einer Hysterie aufgesessen, die Unkenntnis über die
tatsächlichen Verhältnisse ausnutzt. Ich traue Ihnen so viel gesunden
Menschenverstand zu, bei besserer Kenntnis die Haltlosigkeit einer möglicherweise
gezielt gegen Sachsen gerichteten Ausrottunghysterie zu erkennen
und sich an einem Besuch in Sachsen zu erfreuen, wozu ich Sie herzlich
einlade.
Mit
freundlichem Gruß
Dr. Walter Siegemund
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Mail von
Thomas
Urland
Guten Tag Herr Ministerpräsident,
als ich von o.g. Sachverhalt hörte, meinte ich im Mittelalter angekommen
zu sein. Und all das in Sachsen. Wo man doch angibt ein Volk mit hellen
Köpfen zu sein. Bei einigen ihrer Zeitgenossen, und vor allem bei
denjenigen die solche Prämien aussetzen, scheint gar das
Gegenteil zuzutreffen. Hat die Dekadenz auch nun in ihrem Bundesland
schon solche Ausmaße angenommen? U.a. werden Füchse immer wieder zu
Sündenböcken für das Ausbreiten von Krankheiten gemacht. Nur um deren
Ausrottung zu rechfertigen.
Längst muß sich doch auch bei ihnen herumgesprochen haben, dass die s.g.
Hobbyjagd generell völlig sinnlos ist und keinesfalls dem Gedanken des
Tier- und Umweltschutzes gerecht wird. Sollten sie es noch nicht wissen,
weil sie von "dringenderen" Angelegenheiten abgehalten werden, nehmen
sie sich doch bitte einmal Zeit für "Nebensächlichkeiten" und
informieren sie sich über die abscheulichen Machenschaften dieser
Lusttöter (auch als Jäger bekannt) in unserem Land.
Die Größe und den
Fortschritt einer Gesellschaft kann man daran ermessen, wie sie die
Tiere behandelt. (Mahatma Ghandi).
Ich bitte sie dringendst all
ihre Möglichkeit auszuschöpfen und dieses hirn- und gefühlslose Handeln
abzuschaffen bzw. zu verbieten.
Falls in Sachsen der 1.
Präsident der Bundesrepublik (Prof. Dr. Theodor Heuss) bekannt sein
sollte, lesen sie bitte seine Meinung zur Jagd.
"Jagd ist nur eine Feige
Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf.
Die Jagd ist eine Nebenform
menschlicher Geisteskrankheit".
Mit freundlichen Grüßen Thomas
Urland
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2. Mail von Thomas Urland
Sehr geehrter Herr Dr. Siegemund,
möglich, dass auch meine "Bauchreaktion"
auf ihrem Schreibtisch gelandet ist. Übrigens, ich bin zwar nicht aus
Sachsen, aber doch aus Thüringen. Will sagen, sie müssen sich nicht
nur von Bürgern aus den alten Bundesländern verfolgt fühlen. Es gibt
tatsächlich auch im Osten Leute, trotz der von der Politik
verursachten Verschärfung der Arbeits- bzw. Lebensbedingungen, die
noch allseitig interessiert sind. Dass es eine gesamtdeutsche Misere
hinsichtlich Tierschutz gibt, ist jedem, der sich dafür ansatzweise
interessiert, bekannt. Und das ist der einzige Punkt bei dem ich
ihnen zustimme. Ansonsten ist ihre Antwort eine typische Reaktion aus
einem Bürgerbüro. Mit Unwahrheiten (um nicht zu sagen Lügen) die graue
Masse dummhalten. Sie sollten sich, bevor sie weiterhin mit solchen
althergebrachten Irrtümern an die Öffentlichkeit gehen, unbedingt mit
den aktuellen Forschungsergebnissen versorgen lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Urland
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Meine Stellungnahme zu dem Geschreibsel des Bürgerbüro´s
Werter Herr Siegemund,
wundert uns nicht. Wundern können wir uns nur über die,
von Ihnen publizierten, Jägerlügen, (wie Fuchsbandwurm oder hygienische
Bedenken) die wir in Ihrem "Antwortschreiben" zu Hauff finden und
auf
die ich im Detail nicht näher eingehen möchte.
Ich denke, durch Inkompetente Entscheidungen und fadenscheinige Ausreden
beruhigt man, die zu Recht, aufgebrachten Tierschützer heutzutage nicht
mehr.
In den Gebieten, in denen er die
Erfahrung gemacht hat, das man nicht auf ihn schießt.
Des Weiteren ist
er als Nahrungsgeneralist durchaus in der Lage, zu erkennen, welche
Beute er schnell und ohne großen Energieaufwand erreichen kann und
welche nicht.,
Das er hin und wieder auch Kaninchen oder gar Hasen erwischt,
ist eigentlich eine natürliche Auslese. Denn normalerweise ist der Hase
wesentlich schneller.
gedeckten
Tisch einzuladen.
Denn ein Bestand von Beutegreifern reguliert nicht die
Beute, sondern wird von der Beute (und anderweitigen Nahrungsgrundlagen)
reguliert.
.....an:
Ministerpräsident
v. Sachsen
Stanislaw
Tillich
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und
Landwirtschaft
Bund der
Steuerzahler Deutschland e. V.
Was soll das ?
Wir werden jeden Tag Zeuge
von Schweinereien
wie diesen (Bilder der Deutschen Fuchswoche auf einer
brit.
Seite):
Hier wird das ganze Ausmaß
des Massakers, das dauernd an diesen Tieren verübt wird, deutlich;
Zerschossen, ausgeweidet, bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, getötet
und weg geworfen wie Abfall ? und das soll
NOTWENDIG sein ????
Wo liegt eigentlich das
Problem des Jägers mit dem Fuchs ??
Wo liegt das Problem des
Bundeslandes Sachsen mit dem Fuchs ?
Diese Tiere sind Opfer
einer großangelegten Hexenjagd, landauf/landab, die mit fragwürdigen
Argumenten begründet wird. Fragwürdig deswegen, weil diese sog. ?Gründe?
wiederholt durch Experten widerlegt wurden.
Nicht dass das
irgendjemanden in Sachsen oder überhaupt in der Bundesrepublik (und
schon gar nicht in Jägerkreisen) interessiert.
Hier zählt nur eines: der
Fuchs wird bejagt bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus, ohne Sinn
und Ziel, der puren Ignoranz und der Lust am Töten wegen:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/606/456275/text/
Um es also auf den Punkt zu
bringen:
?DU SOLLT NICHT
TÖTEN?
Was soll man denn von
Leuten halten die unfähig sind einen 4-Wörter-satz zu verstehen ?
Die Tollwut gibt es quasi
nicht mehr; die sog. "Seuchengefahr" ist maßlos überzogen, und die Leute
lassen sich mal wieder - und die Schweinegrippe/Vogelgrippe/SARS/BSE
lassen grüßen - von bewusst fehl
Das ist eine Hexenjagd, sonst
nichts. Und das Bundesland Sachsen
unterstützt diesen inhumanen, rassistischen Schwachsinn noch indem eine
Kopfprämie für die abgeschnittenen Ohren dieser Tiere gezahlt wird.
Das
ist ja wie in der Zeit des Wilden Westens in den USA, als man die
Ausrottung der Amerik. Ureinwohner betrieb und für jeden Skalp eines
Indianers Prämien zahlte (ebenso wie für sie abgehackten Schwänze der
Bisons).
Jawohl, Deutschland im
21igsten Jahrhundert !
Was für ein erhebendes
Gefühl des Stolzes muss das wohl sein ..
Mit freundlichen Grüßen,
D. Hartig
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7.) Antwort des Bürgerbüro´s darauf
(bitte gut festhalten)
Liebe Frau Hartig,
Sie fragen:" Wo liegt das
Problem des Bundeslandes Sachsen mit dem Fuchs?"
Ich frage: Wo liegt Ihr
Problem ausgerechnet mit dem Bundesland Sachsen?
Denn die
Abschussprämie für Füchse gibt es auch in anderen deutschen
Bundesländern.
In Rheinland/Pfalz wird z.B. für einen geschossenen
Fuchs 40 ? gezahlt, also doppelt so viel wie in Sachsen.
Wo bleibt Ihr
Protest nach Mainz?
Mit freundlichem Gruß
Dr. Walter Siegemund
Red.: Auf weitere, derart fachlich kompetente Antwortschreiben
aus dem Ministerium darf man
gespannt sein.
Wir berichten weiter über die Rechtfertigungsversuche
dieser Truppe aus Sachsen............
8.) Mail von Beate Rost
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident
Tillich,
mich
darauf hinzuweisen, dass ich einer Hysterie von Leuten aufgesessen
sei, die die sächsischen Verhältnisse nicht kennen. Ich versichere
Ihnen, ich kenne sie. Und auch die der anderen Bundesländer.
Denn
ich habe mich, während der Recherche zu meinem letzten Buch, sehr
lange mit dem Thema "Jagd" beschäftigt. Und genau wie ich, werden auch
Sie wissen, dass die Argumente des Herrn Dr. Walter Siegemund Floskeln
sind, die jeder Grundlage entbehren: Jäger haben nicht die Aufgabe,
den Wildbestand zu regulieren.
Ganz im Gegenteil. Denn mal abgesehen
davon, dass es Jäger waren, die in unseren Wäldern die natürlichen
Beutegreifer wie Wolf und Luchs ausgerottet haben, sind sie überhaupt
nicht in der Lage dazu, deren Funktion im Naturhaushalt zu übernehmen.
Es ist definitiv bewiesen, dass sich die Populationen selbst
regulieren würden, wenn man sie ließe. Füchse z. B. brauchen keinen
natürlichen Feind, wie von Herrn Dr. Siegemund angenommen. Sie
gleichen ihren Bestand dem Nahrungsangebot an. Ebenfalls definitiv
bewiesen ist, dass es in den Populationen durch einen vermehrten
Abschuss zur erhöhten Reproduktion der einzelnen Spezies kommt. Ich
möchte Herrn Dr. Siegemund nicht unterstellen, dass er keine Ahnung
hat, von dem was er schreibt. Aber von einem kompetenten
Ansprechpartner muss man erwarten können, dass er entweder mit der
Thematik vertraut ist, oder sich vor einer Stellungnahme zumindest
fundamentales Wissen aneignet. Denn auch seine Argumentation, der
Bestand der Füchse
habe in Sachsen zugenommen, weil es die Tollwut
nicht mehr gäbe, ist absolut unhaltbar. Der wahre Grund dafür, dass
die Fuchspopulationen in Sachsen größer werden, liegt einzig und
allein daran, dass sich die Abschusszahlen weiter erhöht haben, was
durch die von Ihnen ausgelobte "Ohrprämie" weiterhin verstärkt wird.
Ich bin jederzeit bereit, Ihnen die biologische Begründung dieser
Darstellung im Detail zu erläutern. Sehr geehrter Herr
Tillich, nun könnte ich Ihnen jede weitere Behauptung des Herrn Dr.
Walter Siegemund, die das Abschießen der Füchse rechtfertigen
soll, widerlegen. Und das wissen Sie auch. Weder die Argumentation
über den Fuchsbandwurm noch die angebliche Zerstörung des biologischen
Gleichgewichts durch den Fuchs sind haltbar. Der gesamte Brief ist
eine Mär, die von der Jägerschaft publiziert wird, um ihren grausamen
Sport öffentlich nachkommen und rechtfertigen zu können. Sollte das nicht geschehen, behalte ich mir
vor, Presse und Fernsehen zu informieren.
Chaos-Jäger gefährdeten
Passanten - Zeugen gesucht
Durmersheim (pol/dd) –
Am Samstagmittag, 5. Dezember, zwischen 14 und 15 Uhr fand im
Bereich des neuen Friedhofs in Durmersheim eine Treibjagd statt. Dabei sollen
die Jäger im Bereich der Brunnenstraße
bei dem dortigen Weg zum Friedhof auch
zwischen Passanten hindurch auf Tiere geschossen haben. Wie die
Polizeidirektion Rastatt/Baden-Baden mitteilt, wurde dieser Vorfall
jetzt erst
schriftlich beim Polizeiposten Durmersheim angezeigt.
Eventuell durch Schüsse gefährdete Personen werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Durmersheim
unter 07245/5090 in Verbindung zu setzen.
06.01.2010 13:52
Jäger erschießt Hund - Jagdschein
entzogen
Ein Thüringer Jäger muss seinen Jagdschein abgeben, weil er den
Hund eines Kollegen erschossen hat. Das Verwaltungsgericht Weimar wies die
Klage des Betroffenen gegen den Entzug der Lizenz ab.
Mit seinem Schuss auf
den Jagdhund habe der Mann seine Waffe missbräuchlich oder leichtfertig
verwendet, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil.
Damit sei er
«jagdrechtlich unzuverlässig». Der Kläger hatte argumentiert, dass er den
Hund, der in sein Revier eingedrungen war, für ein wilderndes Tier gehalten
habe.
Jäger geht auf
Anwalt los...
BEZIRK OBERPULLENDORF /
Während ein Anwalt seinen ferngesteuerten
Hubschrauber fliegen ließ, soll ein Jäger auf ihn losgegangen sein.
„Ich antwortete: Ich kann mich nicht erinnern, dass wir
per du sind“, so der Anwalt vor Gericht. „Und ich fragte ihn, ob ihm bewusst
ist, dass er am Modellhubschrauber einen Schaden von 700 Euro angerichtet hat.“
Ich wollte links vorbei fahren, da ging der Mann nach
links.“
Er sei ausgestiegen und habe den Hobby-Flieger zur Rede gestellt. „Ich
drückte ihn mit der Schulter von meinem Auto weg,
er packte mich auch und wir
fielen in den Graben“, so der Jäger. Jäger
beißt Mann beim Streit in Hand
Ein Jäger hat bei einem Streit im Wald bei Neuzelle
(Oder-Spree) einen Spaziergänger geschlagen und in die
Hand gebissen. Der 42-jährige Spaziergänger hatte den
68 Jahre alten Jäger zur Rede gestellt,
weil dieser
mit seinem Wagen
beinahe einen seiner beiden Hunde
überfahren habe. Beide gerieten in Streit, wie die
Polizei berichtete. Dabei soll der Jäger gedroht
haben, den Mann über den Haufen zu
schießen. Der
42-Jährige habe einen Faustschlag ins Gesicht
bekommen.
Außerdem habe der Jäger ihm beim Abwehren
weiterer Schläge in die Hand gebissen. Die Polizei
stellte in der Wohnung des
Jägers seine Jagdwaffen und
die Waffenbesitzkarte sicher.
Quelle: WELT online, 26.11.2009
http://newsticker.welt.de/?module=dpa&id=23112962
Leiter Bürgerbüro
auch wir kamen in den zweifelhaften Genuss Ihrer Stellungnahme an
diverse Mailversender aus unserem bundesweiten Verteiler.
Das es das Ministerbüro nicht für nötig hält, selbst Stellung zu
beziehen, sondern dafür jemanden sucht der seinen Kopf hinhalten soll,
Was fast jeder weiß:
Der Fuchs ist ein Überlebenskünstler. Er sucht sich selbstverständlich
auch dort Nahrung, wo es für ihn an Ungefährlichsten und am Einfachsten
ist. So dann auch an Mülltonnen.
Die hier von Ihnen angesprochenen Fasane z.B. gehören zu der "einfachen
Beute". Sind sie doch aus den Fasanerien kaum mit natürlichen Feinden
vertraut.
Grundsätzlich besteht die Nahrung des Fuchses zu über 90 % aus Mäusen.
Dazu kommen Insekten und Waldfrüchte.
Wissen Sie überhaupt auch nur am Rande etwas über den Fuchs?
z.B. das er Verluste, wie sie z.B. durch die Jagd entstehen, schnell
wieder ausgleicht durch mehr Nachwuchs?
Bei Jägern ist er als Beutekonkurrent verhasst, mehr nicht.
Und Ihr Minister sowie Sie selbst, lassen sich vor den Jägerkarren
spannen, ohne die biologischen Hintergründe zu hinterfragen? Sollte es
wirklich zu viele Füchse in Ihrem Bundesland geben, ist es lediglich das
Ergebnis von zu viel erreichbaren Nahrungs-Recourcen
für diese Tierart.
Sei es, das diese von Jägern angeboten werden oder durch den Müll der
Familie Ottonormal. Vielleicht sollten die Herren Jäger einmal aufhören
mit der beliebten Faunenverfälschung durch so genannte
Auffrischungsaktionen, für die sie angeblich die Fasane einkaufen und
aussetzen. Vielleicht sollten die Menschen in der Gegend einmal ihren
Müll unter Verschluss bringen um die Füchse nicht zu einem
Und vielleicht sollten Sie Ihrem Minister einmal von den Protesten
erzählen, die eine derart abartige Aktion bislang hervorgerufen hat und
wahrscheinlich auch noch weiter hervorrufen wird
Bevor solche tierschutzwidrigen und zur Entwicklung der Fauna
kontraproduktiven Entscheidungen getroffen werden, fragt man keine
Jäger.
Hier sind Biologen gefragt. Aber diese würden solche Entscheidungsträger
lediglich herzlichst auslachen. Mit Recht.
Dem schließe ich mich an, (auch wenn es aus einem sehr traurigen Anlass
geschehen muss)
Einzig die Hoffnung auf die nächste Wahl und den Verstand der Wähler
verbleibt.
Rudi Pohlenz
NATUR OHNE JAG e.V.
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Landesjagdverband Sachsen e. V.
in Kopie an:
Kathrin Kagelman
- Die Linken
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich kann mich den vielen Mails, die sie
fraglos von Seiten meiner Kollegen bereits erhielten, nur anschließen.
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/CHEMNITZ/1666395.php
''Befriedigung der Mordlust''
Leiter Bürgerbüro
Von:
<beate.rost@t-online.de>
An:
<ministerpraesident@sk.sachsen.de>
Betreff:
Antwort auf das Schreiben von Herrn Dr. Walter Siegemund
Datum:
26. Feb 2010 13:26
ich protestiere mit diesem Brief gegen die grausame Methode, mit
der Sie in Ihrem Land die Jäger zu einer noch höheren Abschussquote
von Füchsen animieren. Ich protestiere gegen das unwürdige Abschneiden
der Ohrspitzen bei toten Füchsen. Denn als Ministerpräsident sind Sie
nicht nur den Menschen in Sachsen gegenüber verpflichtet, sondern
tragen auch die Verantwortung für einen respektvollen Umgang mit den
Tieren in Ihrem Land.
Ich schreibe Ihnen nicht aus Sachsen, sondern aus Berlin. Da ich die
Antwort von Herrn Dr. Walter Siegemund auf die bei Ihnen zahlreich
eingegangenen Protestschreiben bereits kenne, erübrigt es sich,
Aber ich versichere Ihnen, sowohl in Sachsen als auch in den anderen
Bundesländern lassen sich immer weniger Menschen für dumm verkaufen.
Ich fordere Sie an dieser Stelle dazu auf, das unwürdige Verhalten
Ihrer Jägerschaft, nämlich das Abschneiden der Ohrspitzen von Füchsen,
umgehend zu untersagen.
Mit freundlichen Grüßen
Beate Rost
Nach einem
Zwischenfall am 25. Oktober, einem schönen sonnigen Herbsttag, trafen sich die
Kontrahenten vorige Woche vor Gericht. „Ich ließ bei Mannersdorf am Feld meinen
Modellhubschrauber fliegen“, berichtete der 42-jährige Wiener Anwalt, der seine
Freizeit gerne im Bezirk Oberpullendorf verbringt.
Als sich ein Pick-up näherte, maß der Anwalt dem zunächst keine besondere
Bedeutung zu: „Ich ging mit dem Hubschrauber in Schwebeflug.“ Einen Moment
später habe er gespürt, wie er von dem Auto angefahren wurde.
„Gerade so viel,
dass ich aus dem Gleichgewicht kam. Der Helikopter stürzte binnen zwei Sekunden
ab“, so der Anwalt. Aus dem Seitenfenster habe der 61-jährige Jäger gefragt:
„Wer bist denn du?“ -
Der Jäger schilderte die Begegnung völlig anders: „Der mir unbekannte Mann stand
mitten auf der Kreuzung. Ich hupte und probierte, rechts vorbei zu fahren, da
ging der Mann nach rechts.
Der Anwalt behauptete, der Jäger habe ihn mehrmals mit seinem Auto „angestoßen“,
während er versuchte, das Autokennzeichen zu notieren. Er sei bei der Ranglerei
verletzt worden und habe unter Schmerzen in der Brust und am Hals gelitten. Der
Jurist machte einen Schaden in der Höhe von 3.600 Euro geltend. Der Jäger
bekannte sich nicht schuldig. Richter Dr. Wolfgang Rauter will nun einen
Sachverständigen beiziehen, der klärt, wie lange sich ein Modellhubschrauber selbstständig in der Luft halten kann. Der Jäger hatte nämlich behauptet, der
Helikopter sei erst nach der Ranglerei im Graben abgestürzt. Der Prozess wurde
vertagt.
http://www.bvz.at/redaktion/bvz-chronik/article.asp?text=319633&cat=938
Anm. d. Red.:
Selbst Schuld. Wie kann man es auch wagen, einen dieser Herrenmenschen zur Rede zu stellen. Einen Jäger zu bitten, Rücksicht zu nehmen, ist ja auch eine echte Unverschämtheit.
Nach der Entdeckung seiner Fehlschüsse informierte der Schütze umgehend den Besitzer der Rinder. Und der schaltete, weil er wenigstens noch das Fleisch seiner erschossenen Tiere verwerten wollte,
unverzüglich die Veterinärbehörde des EN-Kreises ein.
Ingo Niemann, Sprecher der Kreisverwaltung: „Unser Amtstierarzt hat nach seinem Ortstermin auf dem Hof des Breckerfelder Bauern unmittelbar die Untere Jagdbehörde eingeschaltet”. Diese handelte unverzüglich.
„Dem Schützen wurden der Jagdschein und die Waffenbesitzkarte entzogen. Seine Waffen musste der Mann sofort abliefern”.
Klaus Jürgen Kumpann, Leiter des Hegerings Breckerfeld: „Wir Breckerfelder Jäger begrüßen die schnelle Entscheidung der Unteren Jagdbehörde. Wer auf etwas schießt, was er nicht genau erkennen kann, hat auf der Jagd nichts verloren”.
Nachdem der Vorfall dem Hegering zunächst nur als Gerücht bekannt geworden sei, habe man erfahren, dass die Behörde nach Recht und Gesetz tätig geworden war. Der Hegering Breckerfeld hat den Rinder-Schützen inzwischen aus seinen Reihen ausgeschlossen.
Anm. d. Red.:
Das waren sicher ganz neuartige Wildschweine. Mit Hörnern und langen Schwänzen
Das zweite Infomobil des Vereins ist ab sofort unterwegs
Information ist das Wichtigste.
„Der Vereinsname NATUR OHNE JAGD e.V. sagt schon, für was wir uns engagieren“ sagt Kristine Conrad von der Sektionsleitung Hessen „doch das „Warum“ müssen wir noch manchmal erklären“
Deshalb ist der Verein jetzt auch besonders stolz, zwei Jahre nach Einrichtung der Sektion Hessen in Hofgeismar, bei so vielen Menschen das Bewusstsein geweckt zu haben, dass sie sich ein eigenes Infomobil anschaffen konnten.
Nicht nur durch die verschiedenen Aktionen des bundesweit aktiven Vereins Natur ohne Jagd e.V. wie beispielsweise Themenabende, Demonstrationen oder Infostände wird das Thema „Jagd“ in die Öffentlichkeit getragen,
sondern jetzt auch endlich durch ein zweites, eigens für diese Aktivitäten angeschafftes Infomobil.
Dieser Bus ist nicht nur bereits optisch ein Denkanstoss für viele Menschen, sondern versteckt in seinem Inneren, wie auch das Infomobil des Vorstands, hochmoderne Technik. Er ist zum Beispiel so ausgestattet,
dass an jedem beliebigen Ort über USB bzw. DVD verschiedene, zum Thema Hobbyjagd passende, Filme und Fotopräsentationen auf einem LCD TV in Bild und Ton wiedergegeben werden können.
„Für die Tiere im Wald herrscht jeden Tag Krieg und diesen Krieg können wir jetzt Jedem Interessierten an jedem Ort zeigen“ sagt das Vereinmitglied René Hartje
„um den Tieren, die keine Chance auf ein Leben ohne Leid und Qualen haben eine Stimme zu geben“.
Die Förderung des Busses erfolgte von vielen Einzelpersonen, aber auch von Unternehmern die die Arbeit des Vereins für sinnvoll und wichtig halten und durch ihre finanzielle Unterstützung maßgeblich mithelfen, d
ass die Informationsarbeit noch intensiver betrieben werden kann.
Nicht alle Menschen sind mit unserem Engagement einverstanden und es ist zu befürchten, dass wir jetzt nicht nur die Tiere und die Umwelt schützen müssen, sondern auch das Infomobil.
„Aus diesem Grund wurde bereits bei der Installation der Technik darauf geachtet, dass der Bus nie unbewacht ist.“ sagt die Tierschützerin Kristine Conrad und möchte nicht weiter erklären was sich im Inneren des Fahrzeuges noch verbirgt.
Um weiterhin effektive Tierschutzarbeit leisten zu können, freut sich der als gemeinnützig anerkannte Verein natürlich auch künftig über neue Mitglieder und Spenden. Diese Spenden sind steuerlich absetzbar
und können bei der Sparkasse Lemgo BLZ 482 501 10 auf das Konto 716 36 11 überwiesen werden. Noch mehr Informationen finden Sie unter www.natur-ohne-jagd.de im Internet.

-> Das Neue Infomobil der Sektion Hessen <-
04.11.2009 Studie:
Mehr Jagd führt zur Vermehrung der Wildschweine
Sind die Jäger schuld an der Wildschweinschwemme?
Derzeit ist in allen Zeitungen von einer „Wildschweinschwemme“, gar von einer „Wildschwein-Plage“ zu lesen. Doch obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden, wie noch nie seit Beginn Aufzeichnungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt die Anzahl der Wildschweine weiter. Ist die Lösung des „Wildschweinproblems“, noch mehr Tiere zu schießen?
Oder ist gerade die intensive Jagd auf Wildschweine das Problem?
Denn so paradox es klingen mag: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, umso stärker vermehren sie sich.
Auf diesen Zusammenhang weisen immer mehr Wissenschaftler hin. Und zu diesem Ergebnis kommt auch eine aktuell publizierte französische Langzeitstudie: Starke Bejagung führt zu einer deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen.
Die
Wissenschaftler um Sabrina Servanty verglichen in einem
Zeitraum von 22 Jahren die Vermehrung von Wildschweinen in
einem Waldgebiet im Departement Haute Marne, in dem sehr
intensiv gejagt wird, mit einem wenig bejagten Gebiet in den
Pyrenäen. Das Ergebnis wurde nun im renommierten „Journal of
Animal Ecology“ veröffentlicht: Wenn hoher Jagddruck herrscht,
ist die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen wesentlich höher als
in Gebieten, in denen kaum gejagt wird. Weiterhin tritt bei
intensiver Bejagung die Geschlechtsreife deutlich früher – vor
Ende des ersten Lebensjahres – ein, so dass bereits
Frischlingsbachen trächtig werden. Auch das
Durchschnittsgewicht der erstmalig fruchtbaren Wildschweine
ist bei hohem Jagddruck geringer. In Gebieten, in denen wenig
Jäger unterwegs sind, ist die Vermehrung der Wildschweine
deutlich geringer, die Geschlechtsreife bei den Bachen tritt
später und erst bei einem höheren Durchschnittsgewicht ein.
(vgl. Servanty et alii, Journal of Animal Ecology, 2009) Mit
dieser Studie ist bewiesen, dass die starke Vermehrung bei
Wildschweinen nicht auf nur vom Futterangebot abhängt, sondern
auch von der intensiven Bejagung.
Stärkere Vermehrung durch die Jagd
Durch die Jagd vermehren sich Wildtiere stärker als unter
natürlichen Umständen, meint auch Prof. Dr. Josef H. Reichholf,
der die Abteilung Wirbeltiere der Zoologischen Staatssammlung
München leitet. Würden in einem Gebiet durch die Jagd, die ja
vor allem im Herbst und Winter stattfindet, viele Tiere
getötet, hätten die Verbliebenen ein besseres Futterangebot.
„Tiere, die gestärkt überleben, pflanzen sich im Frühjahr
zeitiger und zahlenmäßig stärker fort sagt Reichholf.
Der Biologe Kurt Eicher von der „Initiative zur Abschaffung
der Jagd“ weist zudem darauf hin, dass Jäger durch legale oder
illegale Zufütterungen und so genannte „Kirrungen“ für ein
unnatürlich hohes Nahrungsangebot für Wildschweine sorgen –
und damit wiederum zur Vermehrung beitragen. So hat die
Wildforschungsstelle Aulendorf errechnet, dass allein in
Baden-Württemberg jährlich 4.000 Tonnen Mais allein als „Kirrung“
ausgebracht werden – das sind pro erlegtem Wildschwein im
Schnitt etwa 100 Kilo (!) Mais. Gerade Mais fördert
nachweislich die Fruchtbarkeit von Wildschweinen.
Doch Jäger argumentieren lieber, dass die hohe Zahl der
Eicheln und Bucheckern in den Wäldern verantwortlich für die
Wildschweinschwemme sei. Darüber kann der Biologe Kurt Eicher
nur den Kopf schütteln: „Den Tieren standen im Herbst schon
immer Bucheckern und Eicheln in den heutigen Mengen zur
Verfügung - früher eventuell sogar noch mehr, da der Wald
gesünder war
Zerstörung der Sozialstruktur
Norbert Happ, der bekannteste deutsche Wildschweinkenner –
selber Jäger – prangert an: „Die Nachwuchsschwemme ist
hausgemacht Für die explosionsartige Vermehrung der
Wildschweine seien die Jäger selbst verantwortlich:
„Ungeordnete Sozialverhältnisse im Schwarzwildbestand mit
unkoordiniertem Frischen und Rauschen und unkontrollierbarer
Kindervermehrung sind ausschließlich der Jagdausübung
anzulasten so Happ (in der Jägerzeitung Wild und Hund,
23/2002).
Auch Wildmeister Gerold Wandel weist auf das Jagd-Problem hin:
„Jetzt werden die Sauen wirklich wehrhaft! Sie wehren sich mit
einer unglaublichen Zuwachsdynamik gegen den falschen,
asozialen Abschuss in den Altersklassen (Jagdzeitung PIRSCH
1/2004)
Kann die Natur sich selbst regulieren?
Die Natur hatte eigentlich alles hervorragend geregelt:
Erfahrene weibliche Wildschweine - die Leitbachen - sorgen für
die Ordnung in der Rotte und für Geburtenkontrolle. „Die
Hormone der Leitbachen bestimmen die Empfängnisbereitschaft
aller Weibchen der Gruppe und verhindern, dass zu junge Tiere
befruchtet werden so der Biologe Kurt Eicher, Sprecher der
Initiative zur Abschaffung der Jagd. „Fehlen die Leitbachen,
weil sie bei der Jagd getötet wurden, löst sich die Ordnung
auf. Die Sozialstruktur ist zerstört und die Wildschweine
vermehren sich unkontrolliert
Ragnar Kinzelbach, Zoologe an der Universität Rostock, ist
überzeugt: „Die Jagd ist überflüssig. Wenn man sie einstellt,
regulieren sich die Bestände von allein
Kontaktinformation:
Initiative zur Abschaffung der Jagd
Derfflingerstr. 2
74080 Heilbronn
Kurt Eicher (Biologe, Sprecher der Initiative und Sektionsleitung des
Vereins „Natur ohne Jagd e.V.“)
Jagdhund beißt Mädchen, Jäger holt Gewehr
Steinhöring - Christian B. aus dem
Landkreis Rosenheim war gerade von der Jagd gekommen. Er
setzte sich mit seiner angeleinten Hündin beim Maibaumfest in
Etzenberg, einem Ortsteil von Steinhöring, an die Bierbank und
trank eine Maß Bier. Irgendwann lief eine 15-
Die 15-
Christian B. wurde aufgefordert, seinen Hund wegzubringen und das Fest zu verlassen. Erstes tat er, zweiteres nicht. Er brachte seine Hündin ins Auto und ließ die Scheiben offen, damit das Tier keinen Hitzschlag bekam. Dann kehrte er zum Fest zurück, in der Hand sein Jagdgewehr, das er in einer Tasche aus dem Auto mitbrachte. Er setzte sich wieder an die Bank und aß seine Brotzeit. Gerade hatte es Zank wegen des Hundes gegeben, jetzt hatte der Jäger eine Waffe dabei. Einem Verantwortlichen des Festes wurde es mulmig. Er rief die Polizei. Sie stellte bei Christian B. 1,6 Promille Alkohol fest.
Vor dem Ebersberger Amtsgericht musste sich der Beklagte nun für seine Verhalten verantworten. Die Vorwürfe: fahrlässige Körperverletzung sowie ein Verstoß gegen das Waffengesetz. „Die Waffe durfte ich laut Waffengesetz nicht im offenen Auto lassen, deswegen habe ich sie mit zum Fest genommen“, sagt der Angeklagte. Den Biss stellte er nicht in Abrede. „Der Angeklagte kann aus guten Gründen freigesprochen werden“, sagte sein Anwalt. Er habe nicht selbst gebissen, man könne nicht allen Hunden Maulkörbe verpassen, zudem sei es kein allzu fester Biss für eine Münsterländerin gewesen. Amtsrichter Otto Kick sah das anders: Er verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 4050 Euro (90 Tagessätze á 45 Euro) – wegen fährlässiger Körperverletzung und unerlaubten Führens einer Waffe bei einer öffentlichen Veranstaltung.
Von Stefan Sessler
http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/hund-beisst-maedchen-jaeger-holt-gewehr-513672.html
26.10.2009
Jäger stürzt mit morschem Hochsitz in den Tod
Heidelberg (ap).
Beim Zusammenbruch eines morschen Hochsitzes ist ein 71-jähriger Jäger in den Tod gestürzt.
Der Heidelberger war nach Angaben der Polizei zusammen mit zwei Jagdfreunden in einem Wald bei Heidelberg unterwegs und hatte sich gegen acht Uhr von ihnen getrennt, um einzeln anzusitzen.
Gegen 10.30 Uhr wollten sie sich wieder treffen, aber der 71-Jährige erschien nicht. Die Jagdfreunde suchten nach ihm und fanden ihn kurz darauf tot bei einem zusammengebrochenen Hochsitz.
Quelle: Rheinische Post
25.10.2009
Betrunkener Jägersmann Wartburgkreis. (ep) Kein Jägerlatein: Gegen 6.30 Uhr am Samstag ging in der Polizeiinspektion Eisenach die Mitteilung ein, dass ein Pkw ohne Personen zwischen
Wommen und Neustädt im Straßengraben stehen soll. Auf der Anfahrt trafen die Beamten auf einen Fußgänger, der eine Langwaffe auf dem Rücken trug.
Es handelte sich um einen Jäger aus Isselburg/Nordrhein-Westfalen. Der 41-Jährige sagte den Polizisten auf Nachfrage, dass er schon seit einer Stunde auf einen Jagdkollegen warte,
der mit seinem Auto unterwegs sei. Der Polizei blieb nicht verborgen, dass der Mann erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Er habe sich kaum noch auf den Beinen halten können, heißt es im Bericht zum Sachverhalt.
Die Beamten nahmen ihn kurzerhand zum leeren Auto mit, wo der Jagdmann erstaunt feststellte, dass es sich ja um sein eigenes Fahrzeug handelte. Er gab an, keine Ahnung davon zu haben,
dass sein Auto im Graben steht, da er die letzten vier bis fünf Stunden auf einem Hochsitz verbracht habe. Bekleidet war er, als ihn die Beamten antrafen, in Biolatschen und relativ dünner Montur. Der Jägersmann wurde nun gebeten, seine Taschen zu leeren. Das führte nicht zum Auffinden des Fahrzeugschlüssels. Immer wieder beteuerte er, dass er den Schlüssel nicht habe und sein
Jagdkollege gefahren sei. Den Namen mochte er den Beamten jedoch nicht nennen. Sein Jammern half ihm allerdings nichts: Bei bei einer genaueren Leibesvisitation fand sich der
Fahrzeugschlüssel schließlich in seinem rechten Strumpf. Daraufhin wurde eine Blutentnahme angeordnet und der Führerschein beschlagnahmt. Dem alkoholisierte Jäger wurden die
Waffe samt Munition und alle Berechtigungsscheine für die Waffe entzogen.
Bitteres Nachspiel:
Nun kann er für die nächste Zeit nicht mehr Auto fahren und muss außerdem damit rechnen, nie wieder auf Jagd gehen zu können.
http://www.tlz.de/tlz/tlz.nachbarstaedte.volltext.php?kennung=on2tlzLOKStaEisenach40109&zulieferer=tlz&kategorie=LOK&rubrik=Stadt®ion=Eisenach&auftritt=TLZ&dbserver=1
Lebendfalle in Vlotho
18.10.2009

Vor ca. 4 Jahren war der Bau an dieser Stelle noch unbewohnt.
Der klapprige Hochsitz (im Hintergrund zu sehen) steht schon seit langem dort
Hier wurden seinerzeit Strohsäcke deponiert mit diversen Lockstoffen, um ein neues "Befahren" zu beschleunigen
("Befahren" ist der fachl. Ausdruck für die Tatsache, das der Bau wieder angenommen wurde und dann bewohnt wird)

Nachdem nun der Bau von Tieren angenommen wurde und bewohnt ist,
finden wir heute diese Kastenfalle.
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Sie ist direkt in den Eingang "gekeilt" wie man deutlich erkennen kann.
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Mal davon abgesehen, das dieses Hobby ohnehin sehr pervers ist, stellt sich selbst dem Unwissenden die Frage:
Was hat das noch mit "Jagd" zu tun?

Da wird der Öffentlichkeit stets ein "waidmännisches" Verhalten verkauft, angepriesen und gepredigt.
Das diese Phrasen ohnehin nur Volksverdummender Blödsinn sind, ist jedem von uns schon lange klar.
Wenn dieses dokumentierte Verhalten dem fragwürdigen Ehrenkodex entspricht, wissen wir nun ganz real und unverfälscht
das wir mit unserer Meinung über Jagd und Jäger total richtig liegen.
"Hinterfotzigkeit"
ist angesichts solcher Bilder noch ein Kompliment
für die Verhaltensweise dieser verwirrten Trachtengruppe
23.10.2009
Heute wurde festgestellt, dass dieses Fanggerät entfernt worden ist.
Ob der gesetzlich befugte Tierquäler nun Erfolg hatte und einen Fuchs lebend fangen konnte weiß man nicht.
Vielleicht ist diese Unwissenheit aber auch besser für uns alle, denn wenn sich dieser Fuchs nun bei ihm befinden sollte,
wird er sicher einen sehr grausamen Tod bei der Hundeausbildung oder anderen Perversionen finden.
Es ist aber auch gut möglich, das diese Falle lediglich wegen zuviel Dummheit des Aufstellers
keinen Erfolg zeigte und deswegen wieder entfernt wurde.
Das Tatort-Wald Team sieht aber auch eine Möglichkeit in dem Verschwinden dieser Falle darin,
dass aufgrund des geplanten Presseberichts bzw. der Übermittlung dieser Daten an die Lokalzeitung
von dort aus eine Warnung an den zuständigen "Verwirrten" gegeben wurde.
Wie auch immer.
Die Qualen, das Leiden, die Ausbeutungen und die Tötungen unserer heimischen Wildtiere werden weitergehen,
solange solche fragwürdigen Gestalten in unseren Wäldern frei herumlaufen und die Natur manipulieren dürfen
nur um ihre niederen Triebe zu befriedigen.
Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren
Was wir seit langer Zeit kritisieren. Nun steht es auch einmal öffentlich in der Presse
15.10.2009 Neuss - Schockierende Bilder / Jagd-Übung: Erst verstümmelt, dann abgeballert
Von COLJA SCHLIEWA
Es ist ein Vorgang unvorstellbarer Grausamkeit: Um zu „üben“, stutzen Neusser Jäger lebenden Enten die Flügel. Dann hetzen sie ihre Jagdhunde auf die fluguntauglichen Tiere. Oder ballern das chancenlose Federvieh gleich selbst mit der Flinte ab.
Der Jäger zückt sein Messer, schneidet der hilflosen Stockente die Federn an beiden Flügel ab – für die Fluchttiere eine echte Verstümmelung! Anschließend wirft er sie in hohem Bogen ins Schilf.
Dann kommt der Hund. Der treibt den Vogel dann entweder vor das Gewehr des Jägers, oder macht ihm gleich selbst den Garaus. „Hetzarbeit an flugunfähiger Ente“, nennt sich das perverse Szenario in der Jägersprache.
Der Neusser Tierschützer Thomas Nachtigall machte EXPRESS jetzt auf diese Bilder des Grauens aufmerksam. Zu sehen sind Neusser Hobbyjäger bei ihrem grausamen Ritual an der „Blauen Lagune“ in Straelen.
„Diese Bilder hat der Verein selbst stolz auf seiner Internetseite veröffentlicht. Es ist eine unfassbare Tierquälerei!“ sagt Thomas Nachtigall. „Manchmal wird den Enten sogar noch Styropor unter die Flügelstummel gebunden,
damit sie nicht einmal mehr abtauchen können.“ Um für Nachschub an lebendigen Übungsobjekten zu sorgen, werden die Wasservögel extra gezüchtet. Nachtigall: „Pro Übungseinheit werden rund 20 Enten »verbraucht«.
Bundesweit werden jährlich 5000 Jagdhunde ausgebildet. Da kann man sich ausrechnen, was da zusammenkommt.“
Das Üben an der lebenden Ente ist in Deutschland grundsätzlich nicht verboten. Die Zeitschrift „Jagd und Hund“ betitelte die Prozedur in ihrer aktuellen Ausgabe sogar als „Das Muss vor dem Schuss“.
„Wenn den Enten aber die Flügel gestutzt werden, ist das ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz“, sagt Heinz Joachim Klein von der Unteren Jagdbehörde in Neuss. „Ich habe bis jetzt aber noch nie gehört,
das etwas Derartiges bei uns gemacht wird. Ich werde mir diese Bilder ganz genau ansehen.“
EXPRESS fragte beim Vorsitzenden des Hobbyjägervereins nach, bekam aber nur zu hören: „Ich bin zu keiner Stellungnahme bereit!“
http://www.express.de/nachrichten/region/duesseldorf/jagd-uebung-erst-verstuemmelt-dann-abgeballert_artikel_1253811667224.html
BLEIMUNITION
(und die Folgen)
15.04.2009 Studie soll Einfluss auf Menschen klären
Werden für die Jagd bleihaltige Geschosse verwendet, können mittelbar auch Menschen geschädigt
werden. Da sich die Splitter der Munition im getroffenen Tier verteilen, könnten Teile des Wildbrets, das in Jägerfamilien oder bei anderenKonsumenten auf den Tisch kommt, Bleipartikel enthalten.
Das Schwermetall ist für Menschen giftig, vor allem bei Kindern hat es gravierende Auswirkungen: Es beeinflusst die geistige Entwicklung.Zumindest im Tierversuch konnte gezeigt werden, dass Blei auch Krebserkrankungen hervorruft. Daher ist das Metall vielerorts aus der Technik
verschwunden, selbst Autoräder dürfen nicht mehr mit Bleigewichten ausgewuchtet werden.
Das Bundesministerium für Verbraucherschutz hat nun das Bundesinstitut für Risikobewertung beauftragt, einen möglichen Zusammenhang zwischenbleihaltiger Munition, Wildbret und menschlicher Gesundheit zu untersuchen. Bislang liegen aber noch keine Ergebnisse vor. RHK
Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 15.04.2009)
http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/art304,2773261
15.04.2009 Zahlreiche Seeadler sterben an einer Überdosis Blei.
Das Schwermetall stammt oft aus Munition, mit der Jäger auf Rehe und Wildschweine schießen.
Wenn der deutsche Wappenvogel im Müritz-Nationalpark todkrank am Boden hockt, ist keineswegs die Wirtschaftskrise schuld, der Seeadler wurde schlicht vergiftet. „Von 16 Seeadlern, die wir zwischen 2004 und 2007 tot im Nationalpark gefunden haben, hatten zehn eine Bleivergiftung“, berichtet der Nationalparkmitarbeiter Volker Spicher. Im Rest der Republik sieht die Situation nicht viel besser aus, sagt Oliver Krone vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Seit 1996 untersucht der Tierarzt verendete Seeadler. Bei rund einem Viertel der mehr als 500 Vögel diagnostizierte er eine Bleivergiftung.
Wie das giftige Schwermetall in die Körper der Tiere gelangte und wie es dort wirkt, darüber diskutieren am morgigen Donnerstag Experten verschiedener Institutionen im IZW. Dabei werden auch die Ergebnisse einer dreijährigen Studie präsentiert. Sie zeigen, dass nicht nur Seeadler von Bleivergiftungen betroffen sind, sondern auch andere Greifvögel wie Rotmilane, Habichte und Mäusebussarde. In Österreich wurden im vergangenen Jahr sogar vier bleivergiftete Bartgeier gefunden.
Dieser Verlust trifft Wolfgang Fremuth von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) besonders hart, schließlich hatte die Naturschutzorganisation viel Geld in die Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen investiert. Seit 200 Jahren waren diese Vögel mit einer Spannweite von fast drei Metern dort ausgerottet. Daraufhin wurden die wenigen in Zoos und Tierparks überlebenden Tiere wieder nachgezüchtet. 65 000 Euro kostet jeder einzelne der rund 150 Bartgeier, die seit 1986 in den Alpen ausgesetzt wurden. Deshalb will auch das ZGF wissen, wie es zu den Bleivergiftungen kommt.
IZW-Forscher Oliver Krone kann diese Frage inzwischen ziemlich genau beantworten. So zeigen Röntgenanalysen, dass jeder zweite der untersuchten Seeadler Bleipartikel im Magen hat. Die wiederum stammen zum größten Teil von „Teilmantelgeschossen“, mit denen Jäger auf ihre Beute schießen. Ein Kern aus Blei gibt diesen Projektilen das nötige Gewicht für ihre hohe Durchschlagskraft, ein harter Mantel aus Messing erhöht die Stabilität. Trifft das Geschoss, zerlegt es sich beim Aufprall praktisch selbst. Als Krone den Kadaver eines jungen Wildschweins im Computertomografen untersuchte, entdeckte er weit um den Schusskanal herum Bleisplitter aus dem Teilmantelgeschoss.
Dieser Splittereffekt führt bei den gejagten Wildschweinen und Rehen zu größeren Wunden und damit zu einem schnelleren Tod. Doch auch für den Seeadler werden die Splitter zur tödlichen Gefahr. Normalerweise jagt er Fische und Wasservögel. Frieren im Winter die Seen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zu – dort lebt der Großteil der rund 600 Seeadler-Brutpaare Deutschlands –, ziehen Enten und andere Vögel an die noch offenen Flüsse. Die Seeadler bleiben meist in ihrem Revier und verteidigen es mit knurrendem Magen gegen eventuelle Nebenbuhler. Da kommt das Wild, das die Jäger schießen, gerade recht. Zumindest die inneren Organe lassen die Waidmänner als sogenannten „Aufbruch“ zurück. Ungefähr zehn Prozent aller getroffenen Tiere gehen ihnen sogar ganz durch die Lappen und verenden später im Gebüsch.
Vor allem dieses Aas ist für Seeadler im Winter ein wichtiger Teil der Nahrung, zeigen Untersuchungen der IZW-Forscher. „Genau das aber kann sein Verhängnis sein“, vermutet Krone. „Schluckt der Adler Bleisplitter, löst die scharfe Magensäure Bleichloride von der Munition ab.“ Die Bleiionen gelangen mit dem Blut zu Leber und Nieren und werden am Ende sogar in den Knochen abgelagert. So wird immer mehr Blei aufgenommen – bis das Tier stirbt.
Doch stammt das Blei wirklich aus der Munition? Schließlich wird immer wieder behauptet, dass das Schwermetall in den Seeadlern auch vom Angelblei stammen könnte. Um das zu klären, haben Forscher der Universitäten Münster und Rostock mit mehreren Analysemethoden die chemische Zusammensetzung der Bleisplitter untersucht.Stets erhielten sie das gleiche Ergebnis: Splitter aus Teilmantelgeschossen hatten den Seeadlern den Tod gebracht.
Aufgrund solcher Untersuchungen handelte der Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbundes (DJV), Jochen Borchert, bereits im Jahr 2005. „Ich habe die Jäger zu Sofortmaßnahmen aufgefordert, um den möglichen Tod von Adlern durch Blei aus Munition zu verhindern“, sagt er. Seither sollen die Waidmänner den Aufbruch an Ort und Stelle vergraben.
Volker Spicher vom Müritz-Nationalpark bezweifelt den Sinn dieser Maßnahme: Sobald der Boden im Winter gefroren sei, ließen sich die Innereien kaum in die Erde bringen. Und jene Tiere, die angeschossen werden und zunächst entkommen, würden nach wie vor von Seeadlern und anderen Greifvögeln gefressen. Dennoch will der DJV die seit 20 Jahren in den USA und inzwischen auch in Deutschland hergestellte bleifreie Munition bis heute nicht empfehlen, weil sie noch nicht ausreichend erprobt sei.
Spicher ist da anderer Ansicht. Der Nationalparkmitarbeiter ist selbst Jäger und gemeinsam mit 13 Kollegen bereits vor vier Jahren auf bleifreie Munition umgestiegen. Nach rund 200 seither erlegten Tieren stellen die Jäger fest: 95 Prozent der bleifreien Schüsse haben das Wild mit einer einzigen Patrone erlegt, besser sei die Quote auch mit herkömmlichen Teilmantelgeschossen kaum. Zwei der 14 Jäger waren mit „bleifrei“ trotzdem etwas unzufrieden, drei glauben dagegen, mit den Geschossen ohne Blei sogar besser zu schießen. Als Fazit könnte man festhalten: Schlechter ist die bleifreie Munition nicht.
Das bestätigt auch IZW-Forscherin Anna Trinogga, die geschossene Tiere mit Röntgengeräten und Computertomographen untersucht hat. In der „Tötungsfunktion“ fand sie keine Unterschiede zwischen Munition mit und ohne Blei. Deshalb wollte der Müritz-Nationalpark die Jagd auf bleifrei umstellen – wenn nicht das Land Mecklenburg-Vorpommern im Juli 2008 zumindest den Jägern in seinen Diensten die bleifreie Munition verboten hätte.Ein ähnliches Verbot gibt es auch in Brandenburg, wo zuvor sogar die bleihaltige Munition aufgrund der schädigenden Wirkung auf Greifvögel verboten war. In beiden Bundesländern wurde die Kehrtwende durch eine Mitteilung der Deutschen Versuchs- und Prüfanstalt für Jagd- und Sportwaffen (Deva) ausgelöst: Demnach ist die bleifreie Munition für die Jäger selbst gefährlich. Die Deva beruft sich auf einen 15 Jahre zurückliegenden Fall, bei dem ein Jäger in Franken gegen die Sicherheitsvorschriften verstieß und mit bleihaltiger Munition feuerte, die ähnlich wie bleifreie Geschosse aufgebaut war. Die Kugel prallte ab und verletzte einen Menschen tödlich. Bei einem weiteren Jagdunfall in Potsdam-Mittelmark wurde ein Jäger vom Splitter eines bleifreien Geschosses in der Wade getroffen, als ein Kollege aus nächster Nähe auf ein Wildschwein zielte.
„Solche Unfälle sind nicht ungewöhnlich“, sagt Volker Spicher. 14 Prozent aller tödlichen Jagdunfälle gingen auf solche Abpraller zurück. Inzwischen untersucht die Deva auch das Abprallverhalten der bleifreien Munition genauer. Bis ein Ergebnis feststeht, bleibt die bleifreie Jagd untersagt.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 15.04.2009)
http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Seeadler-Bleivergiftung-Jagd;art304,2773263
Artenschutz 16.04.2009 Die Leiden der Seeadler Von Marlene Weiss Bleihaltige Jagdmunition vergiftet die seltenen Vögel. Tierschützer fordern ein Verbot Der einzige frei lebende Berliner Seeadler wurde Ende Februar zum Witwer. Seine Partnerin starb in der Tierklinik Düppel an der häufigsten Todesursache für die seltenen Greifvögel: Bleivergiftung.Jeder vierte der in Deutschland gestorbenen Seeadler verendete durch eine Überdosis Blei im Blut, allein im vergangenen Winter waren es zehn. Seit Längerem ist bekannt, dass diese Fälle vermeidbar wären. Die Adler nehmen das Blei auf, wenn sie Innereien von erjagtem Wild fressen oder angeschossene Tiere erbeuten.Oliver Krone vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin, der ein Verbundprojekt zur Bleivergiftung bei Seeadlern leitet, ist überzeugt, dass sich die Vergiftungen mitbleifreier Munition leicht aus der Welt schaffen ließen.»Die Forschungsergebnisse sind eindeutig«, sagt er. Am 16. April unternimmt das IZW gemeinsam mit der Forschungsstelle für Umweltpolitik der FU Berlin auf einer Tagung in Berlin einen neuen Anlauf. Heute brüten fast 600 Seeadlerpaare in Deutschland, die meisten davon in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Dennoch – die Art, die in den siebziger Jahren kurz vor dem Aussterben stand,ist weiter schutzbedürftig.Darum setzen sich Artenschützer, allen voran der Naturschutzbund (Nabu), dafür ein, bei der Jagd nur noch bleifreie Munition aus Kupfer oder Wismut zu verwenden. »In der Tierklinik Düppel hatten wir fünf Seeadler mit Bleivergiftung gleichzeitig«, sagt Dirk Stoewe vom Greifvogelschutz des Nabu, »und nur einer hat überlebt.« Die Jäger und die Munitionsindustrie von der Dringlichkeit des Problems zu überzeugen ist jedoch ein langwieriges Unterfangen. »Mantelgeschosse mit Bleikern erfüllen die Bedingungen der Jagdderzeit einfach am besten«,sagt Matthias Vogel vom Munitionshersteller Ruag. Gerade aus Tierschutzgründen sei es wichtig, Projektile zu verwenden, die eine hohe Dichte und starke Verformbarkeit aufweisen.Das garantiere einen stabilen Flug, und die Energie werde im Körper des Wildes schnell abgegeben, sodass das Tier sofort sterbe. Außerdem werde das Abprallrisiko des Geschossesvermindert – kein anderes Material erfülle diese Anforderungen so wie das hochgiftige Blei. Allerdings gibt es seit Jahren bleifreie Alternativmunition für alle gängigen Kaliber.Im Mai 2008 schien es auch in Brandenburg so weit zu sein: Die Berichte des seit 2006 laufenden »Bleifrei-Monitorings« überzeugten die Landesforstverwaltung; beim zweiten Fachgespräch der verschiedenen Interessengruppen schien der Kampf gegen das Blei so gut wie gewonnen. Aber dann bekamen Krone und die Steuergruppe des Bleifrei-Monitorings einen Brief von der Deutschen Versuchs- und Prüfanstalt für Jagd- und Sportwaffen (Deva), finanziert von Munitionsherstellern und Jägerschaft. Bei einem Unfall im Fränkischen, heißt es darin, sei ein Jäger durch ein mehrfach an Bäumen abgepralltes Geschoss getötet worden; daher bestehe bei bleifreier Munition noch Gesprächsbedarf mit der Industrie. Was nicht in dem Brief stand: Der Unfall passierte schon Mitte der neunziger Jahre, die Munition war auch nicht bleifrei, sie wurde umgehend vom Markt genommen. Dennoch bekam die Verwaltung kalte Füße und stoppte das Monitoring-Projekt – seither ist in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
Um diesen Auftrag wird sich auch die Deva selbst bewerben, deren Brief die Verunsicherung ausgelöst hat. »Wir werden demnächst mal wieder eine Sitzung machen«, sagt Helmut Kinsky von der Deva. Sehr eilig scheint es ihm damit nicht zu sein. Oliver Krone wird also wohl vorerst weiter Seeadler obduzieren, Bleivergiftungen feststellen und Überzeugungsarbeit leisten. Der trauernde Berliner Seeadler indes hat inzwischen eine neue Partnerin gefunden. Vielleicht gibt es dieses Jahr doch noch Seeadlernachwuchs in der Hauptstadt. DIE ZEIT, 16.04.2009 Nr. 17 [http://www.zeit.de/2009/17/N-Seeadler]
Gefährliche Erreger im Fleisch von Wildschweinen
Kreis Düren. Bei einem jungen, im Raum Langerwehe erlegten Wildschwein ist im Rahmen der Routineuntersuchung auf Trichinen ein massiver Befall von «Trichinella spiralis» festgestellt worden.
Trichinen sind auch für Menschen gefährlich. Durch den Verzehr von infiziertem Fleisch kann es zu einer so genannten «Trichinose» kommen. Je nach Infektionsgrad können dadurch mehr oder weniger starke Muskel- oder Gelenkschmerzen auftreten, die ohne rechtzeitige Behandlung lebenslang anhalten können. In Einzelfällen kann diese Krankheit sogar zum Tode führen.
Ein positiver Befund führt daher immer zur Vernichtung des Tierkörpers. Die Trichinenuntersuchung ist in Deutschland seit 1937 gesetzlich vorgeschrieben. Alle erlegten Wildschweine unterliegen der Untersuchungspflicht, genauso wie alle geschlachteten Hausschweine und Schlachtpferde.
Das Veterinäramt nimmt den Befund zum Anlass, insbesondere die Jägerschaft nochmals dafür zu sensibilisieren, wie wichtig die Trichinenuntersuchung nach wie vor ist.
Eine Nicht-Beachtung der Untersuchungspflicht ist aufgrund der Gefährlichkeit des Parasiten deshalb auch ein Straftatbestand. Wird der unbedingten Sorgfaltspflicht nachgekommen, besteht für den Verbraucher allerdings keine Gefahr, er kann das Fleisch bedenkenlos verzehren. Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz untersucht jährlich etwa 40.000 Proben auf Trichinen.
Der Fall mit der Falle
Am Dienstag, 17.02.2009 fand ich eine schreiende Katze gefangen in einer Lebendfalle vor und befreite dieses Tier.
Die Falle brachte ich zur Polizeistation Vlotho
Hier der Pressebericht dazu:
Freitag, 20.02.2009
Heute Nachmittag, nach Erscheinen des obigen Artikels, erhielt ich dann auch den bereits seit längerem erwarteten Besuch des "Jagdausübungsberechtigten" (inklusive Verstärkung). Freundlicherweise nahm er diesen Besuch unter anderem zum Anlass mir das,
wie er sagte "Verpackungsmaterial" der Falle zurückzubringen. Hierbei handelte es sich um zwei blaue Müllsäcke, die ja auch einen unschätzbaren Wert darstellen.
Ich möchte an dieser Stelle dem Herrn L. und seinem Begleitschutz nochmals meinen ausdrücklicher Dank für die Verantwortungsvolle
Rückführung dieses überaus wichtigen Verpackungsmaterials zum Ausdruck bringen
Ersparen hätte er sich allerdings seine fragwürdigen Bekundungen, (gestikulierend unterstrichen mit auf und abschwingendem Zeigefinger), demnächst ein Verfahren einzuleiten,
sollte ich wie er sagte: >(Zitat) "meine Finger künftig nicht von fremden Eigentum lassen"<
(Ich hatte übrigens in meiner Schulzeit mal einen Lehrer, der auch nichts von sich geben konnte, ohne Zeigefinger. Ich fand das früher schon lustig)
Übrigens "Verfahren":
Wem hier ein Verfahren gebührt, sollte nach Prüfung der Sachlage besser die untere Jagdbehörde entscheiden, von der ich auch noch etwas zu hören hoffe.
Der Vorwurf, ich hätte die Weide abgeschlossen stellte offenbar ebenfalls einen sehr wichtigen Beschwerdepunkt in diesem Zusammenhang dar.
Denn, wie er sagte, konnte er deswegen nur aus der Ferne mit dem Fernglas die Falle kontrollieren.
Ich stelle mir allerdings hier irgendwie die Frage, ob dieses optische Hilfsmittel noch in Ordnung ist.
Denn auch ohne Fernglas konnte man sehr gut vom Weidetor aus erkennen, ob die Klappen der Falle offen oder geschlossen sind.
Grob geschätzt beträgt die Entfernung vom Weidetor bis zum Standort der Falle ca. 20 Meter.
Sollte er in dieser Distanz von ca. 20 m, eine Falle von 1,2 m Länge nicht ohne Fernglas erkennen könnnen,
frage ich mich ernsthaft , ob es nicht besser wäre, den Jagdschein abzugeben.
Ich habe grundsätzlich etwas dagegen, das man diese veralteten (Jagd)-Gesetze benutzt, nicht nur um ungeschriebene Umgangsformen, (die eigentlich jedem klar sein müssten,
der auch nur eine halbwegs normale Erziehung genossen hat), zu missachten, sondern das man diese hier gebotenen Möglichkeiten bis zum Letzten total ausnutzt, um seine niederen
Triebe auszuleben,- -und das alles auf Kosten unserer Tiere.
Das diese Triebe auch nur allzu oft dazu führen, dass die gesetzlichen Möglichkeiten noch weit über das erlaubte Maß ausufern, ist jedem schnell klar, der sich auch nur kurz mal
mit dem Thema "Jagd" beschäftigt hat
Nicht nur meine Person, sondern auch einige andere Leute, werden dieses interessante "Revier" künftig noch intensiver im Auge behalten.
Samstag, 21.02.2009 8:12 Uhr
Die Falle wurde mittlerweile an der gleichen Stelle (Weide) wieder aufgestellt, ist jedoch "nicht fängisch gestellt".
Wir werden das Teil nun 2-3 mal täglich kontrollieren, da es ja dem Herrn L. nicht möglich zu sein scheint
(wie man feststellen musste)
Samstag, 21.02.2009 12:16 Uhr
Nach Mitteilung eines Anrufers wurde die Falle offenbar dort doch wieder entfernt. Man hat den Eindruck, als das es dem Herrn L.
doch zu mühsam zu sein scheint, das Teil ordnungsgemäß zu kontrollieren (im Wissen darüber, das diese "Kontrolle" ja nun kontrolliert wird)
Nachdem ich von einem Kunden zurückkam, wollte ich dem erhaltenen telefonischen Hinweis, das dieses Teil nun nicht mehr dort steht, nachgehen.
In Begleitung meines Mitarbeiters schloss ich die Weide auf und schaute mich um, ohne das abartige Fanggerät zu entdecken.
Wir waren grade im Begriff das Weidetor wieder zu verschließen, als Herr L. im Auto gemächlich den Weg herunter rollte. Er hielt nur kurz an,
um seinem Frust über die verschlossene Weide Luft zu machen, indem er betonte: "Sie können die Weide ruhig abschließen, das stört uns überhaupt nicht"
>Nunja, mich stört das erst recht nicht.< (denn ich habe den Schlüssel, nicht er)
Wieso aber ist es jemandem wichtig ständig zu betonen, dass dieses oder jenes überhaupt nicht stört, wenn es doch so egal ist?
Weiteres wird sicher folgen.....
>Ernst Otto Fischer<