Geschichte

 

 

Kleine Ortsgeschichte:

Bis zur Zusammenlegung mit Wenschdorf im Jahr 1818 war Monbrunn eine eigenständige Gemeinde. Charakteristisch für die beiden Höhenorte Wenschdorf und Monbrunn ist, dass hier keine Realteilung wie in den Gemeinden des Maintals stattgefunden hat. Die Flächen blieben deshalb immer beim Hof und wurden nicht auf die Erben verteilt. In Monbrunn, das als Streifenrodung angelegt wurde, ist deshalb die ursprüngliche streifenförmige Flureinteilung auch heute noch gut ablesbar.

 

Auf Grund dieser Vorgehensweise und der relativen Größe der einzelnen Höfe ergab sich eine überdurchschnittliche Wirtschaftskraft der Gemeinde, die sich auch im Realsteuereinkommen zeigte. Zusammen mit dem Ertrag aus dem relativ großen Gemeindewald konnte die Dorfgemeinschaft stets die notwendigen Bedürfnisse für das Gemeinwohl befriedigen. 1853 erbaute die Gemeinde die so genannte "Alte Schule", die auch als Rathaus diente und heute in Privatbesitz ist. Der große Sandsteinbau wurde früher, ebenso wie später die neue Schule, auch als Berufsschule für die umliegenden Gemeinden genutzt. 1969 wurde die örtliche Volksschule aufgelöst. Nachdem einige Jahre der Landkreis Miltenberg das Gebäude als Sonderschule nutzte, steht es seit dieser Zeit den Einwohnern von Wenschdorf und Monbrunn als Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung.

 

 

 

Auf den ersten Blick ist Monbrunn ein kleines unscheinbares Dorf. Doch wenn man einmal genauer hinschaut, hat dieses ursprüngliche Dörfchen mehr zu bieten als man glaubt. Das hat letztlich auch eine Jury erkannt...  Wer auf der Suche nach den schönsten Flecken unserer Region ist, kommt künftig an Monbrunn nicht vorbei. Oberhalb von Miltenberg gelegen, besticht die kleine Gemeinde vor allem durch ihre ländliche Idylle. Die Juroren des Wettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden" erkannten dies auch und verliehen dem Dorf Monbrunn eine Goldmedallie


"Die ländliche Idylle schlechthin", lautet das Urteil der Jury. Doch auch die Verbindung von traditioneller Landwirtschaft und modernen Einflüssen, bescherten dem Dorf den Platz an der Sonne. Kein typisches Dorf mit Ortskern. Monbrunn ist vielmehr ein Ansammlung von Siedlungen. Doch das hat auch einen Vorteil : mag man den Nachbarn mal nicht sehen, kann man ihm gut aus dem Weg gehen. Fährt man durch Monbrunn, kommt es einem so vor, als reise man ein großes Stück in die Vergangenheit. Doch die  Einwohner Monbrunns sehen durchaus auch erfolgreich in die Zukunft.

Monbrunn liegt südlich von Miltenberg auf den Höhen des Odenwaldes. Die Kohlplatte als höchster Punkt der Gemarkung hat eine Höhe von 481 Metern. Seit dem 1. Januar 1976 ist Monbrunn ein Stadtteil der Kreisstadt Miltenberg.

 

Kapelle:

In Monbrunn erhebt sich bereits am Ortseingang eine sehr schöne kleine Kapelle. Niemand vermutet, wie viel Arbeit und Geld in sie investiert wurden. Das Besondere: Das vor 90 Jahren erbaute kleine Gotteshaus wird von den Familien Erich Schneider und Hubert Walter in privater Regie instand gehalten und liebevoll gepflegt. Erbaut hat sie die Familie Alois Schneider im Jahr 1916, und genutzt wird sie auch heute noch bei besonderen Anlässen wie Taufen und Maiandachten.

 

 

 

Unser Haus:

Herr Hugo Schneider hat 1929 das ehemalige Gemeindehäuschen in Monbrunn käuflich erworben. Da er passionierter Jäger war und sich mit anderen Jagdgenossen hier regelmäßig traf, entstand die Idee das "Gasthaus Jägerruh" zu gründen. Seine Tochter Nelli übernahm die Gaststätte und bewirtschaftete diese mit ihrem Mann Alois Bielmeier.

 

Bekannt wurde und ist bis heute das "Gasthaus Jägerruh" für den guten selbst gekelterten Apfelwein und die herzhaften "Eier mit Speck". Seit nunmehr über 34 Jahren führt Frau Anneliese Sieg mit ihrer Familie das Gasthaus im altbewährten Stil weiter und führt somit die langjährige Tradition fort. Diese Tradition reflektiert im Gasthaus Jägerruh nicht nur reichliche Portionen zu geringem Preis, sondern besticht die Gäste auf besondere Art auch durch vielseitige überwiegend regionale Gerichte, von denen die meisten hausgemacht sind.

 

 

 

Ringwall:

Ganz in der Nähe befindet sich der Ringwall. Dies war eine Verteidigungsanlage der Kelten mit heute noch erkennbaren Ringwällen mit einer Höhe von 4,20m. Diese Anlage wird auf ca. 3000 Jahre geschätzt. Außerdem gibt es hier auch noch den Fundort vom Teutonenstein zu besichtigen, der sich aber im Miltenberger Museum befindet.
 

 

Nibelungensteig:

Der Nibelungensteig ist ein 124 km langer Wanderweg, welcher in Zwingenberg an der Bergstraße beginnt und in Freudenberg am Main endet. Die 6. Etappe führt durch unsern kleinen Höhenort Monbrunn und bietet Gelegenheit zu einer erfrischenden, erholsamen Rast.