5. Jägerstimmen
Hanstheo L., Tholey, schreibt dazu in "Jäger", Heft 10/1998:
"Ich würde keinesfalls einen Hund an der lebenden Ente ausbilden. Dass es auch anders geht, kann ich beweisen. Ausbildung von Hunden an lebenden Enten ist weder für die Jagd und schon gar nicht für die Zucht notwendig. Sie ist Tierquälerei überlebter Art."

In dem Beitrag "Die Sache mit der Ente ... ist bald keine mehr!", Heft 5/1992, S. 18 des "Schweizer Jäger", bewertet Ernst Mühlethaler vom im JGHV assoziierten Schweizerischen Vorstehhund-Club die Entwicklung in Deutschland wie folgt:
"Man kann die Sache drehen wie man will, unsere dürftigen Argumente für die angeblich zwingende Notwendigkeit der Arbeit hinter der lebenden Ente schleckt uns kein Hund weg, geschweige denn ein nur einigermaßen kritisch und intelligent denkender Mensch! ...

Die ständige Suche nach Schlupflöchern, um eine klare Position zu umgehen -ob aus Bequemlichkeit oder aus Mangel an akzeptierbaren Argumenten- ist nichts anderes als unbeholfene Augenwischerei. Unsere Unfähigkeit und der fehlende Wille zur Problemlösung finden wir bis an die Spitzen des VDD -dessen Mitläufer wir leider immer noch sind. ...

Die immer wiederkehrende Argumentation, es sei humaner und ethisch durchaus vertretbar, für die Einübung und Prüfung junger Hunde 2-3(?) gesunde Enten zu opfern, damit der Hund im Ernstfall eine krankgeschossene Ente finden und "tierschutzgerecht" zu apportieren vermag, ist nur ein Beispiel unserer Weisheit. ...

Wen wundert es bei einer solch hahnebüchernen, schwachsinnigen Begründung des Tierschutzgedankens, dass viele normal denkende Menschen unseren Ideen sehr kritisch gegenüberstehen. Als Jäger und aktiver Tierschützer ermuntere ich die Befürworter der Lehrmethode mit lebenden, gesunden Wildtieren, sich selbst einem jungen Arzt zu Übungszwecken zur Verfügung zu stellen, damit dieser für eine künftige Operation an kranken Menschen praktische Erfahrung sammeln kann! Dieser Vergleich entstammt notabene nicht etwa einem kranken Hirn, sondern ist die Antwort eines Arztes und Ethikers, die ich im Zusammenhang mit einer Diskussion über den umstrittenen Problemkreis bekommen habe.

 

 

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