Wir, vom Verein NATUR OHNE JAGD e.V.

….sind eine gemischte Gemeinschaft von Menschen, die sich für den Schutz von Tieren einsetzt, explizit aber, wie der Vereinsname bereits sagt, über das unnötige Hobby Jagd aufklärt und informiert. Das Alter unserer Mitglieder liegt zwischen 16 und 70 Jahren und wir freuen uns über jeden aufgeschlossenen Menschen, der mit uns aktiv werden möchte.

 

Wir sind überzeugt davon, dass Tierschutz zwar dringend nötig, aber noch lange nicht hinreichend vorhanden ist - denn genau wie wir Menschen haben auch Tiere Grundrechte, die es zu etablieren gilt. Diesen Tierrechtsgedanken möchten wir durchsetzen und stärker in das Licht der Öffentlichkeit rücken. Je nach Interesse und Kenntnisstand, nach Zeit und Lust, kann sich jeder Interessierte auf seine persönliche Weise bei uns einbringen und engagieren.

 

Wir sind in vielfältiger Weise aktiv und organisieren auf ideenreiche Art Proteste und Aufklärungsaktionen. So sind wir zum Beispiel sehr oft mit Info-Ständen gegen die Jagd in Tierheimen und Stadtfesten präsent, informieren über dieses veraltete Hobby und legen Daten und Fakten vor, die die Überflüssigkeit dieses Blutsports belegen. Bei Bedarf veranstalten wir an  Schulen aktiven Tierschutzunterricht zusammen mit interessantem und kindgerechten Informationsmaterial sowie unserem zahmen Fuchs „Fritzi“.

 

Wir organisieren regelmäßig Demonstrationen in größeren Städten, schreiben Leserbriefe an die Presse und arbeiten auch politisch vielseitig, wenn die Rechte der Tiere mit Füßen getreten werden. Grundsätzlich möchten wir den Tieren, die keine Chance auf ein Leben ohne Leid und Qualen haben, Gehör verschaffen und das Unrecht "Jagd" an die Öffentlichkeit tragen.

  


  

Allgemeines:

Sämtliche Tiere sind Mitgeschöpfe der Menschheit und verfügen über Leidens- und Schmerzempfindlichkeit wie der Mensch auch. Sie sollen von uns Menschen um ihrer selbst willen geachtet und geschützt werden. Selbst wenn eine unmittelbare Verantwortlichkeit des Menschen nicht gesehen wird oder nicht vorhanden ist, weil sich z.B. frei lebende Tiere nicht in seiner Obhut befinden, trägt der Mensch dennoch eine große Verantwortung, die weit über eine bloße Existenzsicherung für die Nachwelt hinausgeht. Wildtiere, die dem Jagdrecht unterliegen, werden allein schon durch die Verfolgung, den Jagddruck und die daraus resultierende Panik in fast permanente Stress- und Angstzustände versetzt und verhalten sich heute schon bedenkenswert atypisch. Diese, durch die Jäger verursachten veränderten Verhaltensmuster wiederum, führen oft zu direkten Kontakt- und Berührungssituationen mit der Zivilisation und dienen in dem Moment der Jägerschaft wiederum als Grund, „regulierend“ mit der Waffe einzugreifen. Hier besteht explizit eine Überwachungs- und Sorgfaltspflicht, schon angesichts der weiteren Entwicklung unserer heimischen frei lebenden Wildtiere. Auch die Tatsache, dass viele Tiere (bereits in jungen Jahren) an Bleivergiftung durch Jagdmunitionsreste verenden, ist eine unverantwortliche Folge dieses Hobbys. Für die Tötung von frei lebenden Tieren bedarf es eines vernünftigen Grundes. Ein vernünftiger Grund liegt jedoch bei dem Freizeitspaß „Jagd“ niemals vor. Es sind also im Vorfeld verantwortungsbewusst alle Alternativen auszuschöpfen, die das Töten eines

 

Tieres überflüssig machen könnten. Der Anspruch der Jagd, ein notwendiges Regulativ darzustellen, ist nicht erkennbar und nicht nachgewiesen. Die Notwendigkeit der Jagd auf frei lebende Tiere, (z.B. aus Gründen der Ernährungssicherung) ist in der heutigen Zeit aus Sicht des Tierschutzes nicht mehr gegeben.

 

Der Hinweis, dass die Jagd eine lange Tradition besitzt sowie ein historisch gewachsenes Nutzungsrecht des eigenen Grund und Bodens ist, kann aus Sicht des Tierschutzes ebenfalls nicht akzeptiert werden. Insbesondere dann nicht, wenn diese Grundstücke verpachtet werden und sich das Interesse ausschließlich in einer Freizeitorientierten Jagdausübung erschöpft. Des Weiteren ist die Tötung von bestimmten Tierarten aus Sicht des Tierschutzes absolut nicht gerechtfertigt, wenn es sich dabei um eine Tierart handelt, die lediglich in vermeintlicher Nahrungs- bzw. Jagdkonkurrenz mit dem Jagenden steht.

 

>Veraltete Tradition ist kein Garant für das moralisch Richtige<

 

 


 

 

 

Der Wahnsinn gegen die Natur hat kein Ende:

»Wir brauchen keine Jäger, die als Hobby und aus reinem Freizeitvergnügen Tiere tot schießen!« Nicht nur der Biologe Kurt Eicher weist auf aktuelle wissenschaftliche Studien hin: »Die Natur reguliert sich selbst. In unbejagten Gebieten Europas sind Tiere und Natur im Gleichgewicht« Dass die wahre Motivation für die Jagd die »Lust am Töten« und »Freude am Beute machen« ist, geben die Jäger in den einschlägigen Jagdzeitschriften offen zu. - Mit dem Staatsziel Tierschutz, das seit 2002 im Grundgesetz verankert ist, ist dies wohl kaum zu vereinbaren... Und immer wieder sind in der Presse Meldungen zu lesen, dass Jäger nicht nur 5 Millionen Wildtiere schießen, sondern dass auch ca. 350.000 Haustiere und jährlich etwa 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen ums Leben kommen.

 

Jäger erschießen Wildtiere:

In Deutschland werden jedes Jahr ca. 5 Millionen Wildtiere erschossen, erschlagen oder in Fallen gefangen und grausam getötet. 5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, 10 Tiere pro Minute. Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.

 

Jäger erschießen Haustiere:

Was viele nicht wissen: In Deutschland werden Jahr für Jahr etwa 300.000 Hauskatzen und an die 50.000 Hunde von Jägern erschossen, erschlagen oder in Fallen gefangen. Viele Katzen kommen auch in einem Teilbereich der Jagdhundeausbildung um, dem so genannten Härtenachweis. Hier werden den angehenden Jagdhunden lebende Katzen zu Trainingszwecken vorgeworfen.

 

Jedes Jahr sterben etwa 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen:

(- Allein in Deutschland -)

Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, ca. 600 pro Jahr, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich verläuft, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Schwager, sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Mountainbiker, Pilzsammler oder spielende Kinder. Den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften werden jährlich über 800 Jagdunfälle gemeldet, wobei diese Zahl sicher nur die Spitze des Eisbergs ist.

 

Jagd und Jäger verseuchen die Umwelt:

Z. B. mit jährlich ca. 1500 Tonnen Blei durch die verwendete Schrotmunition, einer Vielzahl von umgestürzten und nicht beseitigten Hochsitzen sowie anderem Unrat. z.B. Futtertonnen, Plastikplanen, Eternitplatten, Polstermaterial usw. usw. 

>Wie lange lassen wir so etwas noch zu ? <

  


 

Hier nun die Zusammenfassung der Forderungen, die sicher jeder "normale" Mensch versteht:

 

 

1.)  Abschussverbot von Haustieren

Haustiere sind nicht selten Opfer von Jägern. Der Abschuss freilaufender Hunde und Katzen wird im Bundesjagdgesetz mit einer angeblichen Gefährdung des Wildes gerechtfertigt. Offizielle Zahlen sprechen von ca. 300.000 getöteten Katzen und ca. 50.000 getöteten Hunden jährlich. Sehr oft jedoch übernehmen Haustiere eine wichtige Rolle bei ihren Besitzern und werden größtenteils auch als Familienmitglieder angesehen. Diese Tatsache scheint Jägern fremd zu sein.

>Das  geforderte Tötungsverbot von Haustieren ist unerlässlich

 

 

2.)  Verbot der Verwendung bleihaltiger Munition

Umweltbelastungen in Höhe von jährlich ca. 1500 Tonnen hochgiftiger Bleimunition, allein durch das Hobby Jagd, sind absolut inakzeptabel und im Rahmen des allgemeinen Umweltschutz-Gedankens nicht mehr tragbar. Die Verseuchung von Böden und Gewässern mit diesem Schwermetall haben wir alle zu tragen. Diese Tatsache ist, nur wegen der Tötungssucht einer handvoll (0,4 % Bevölkerung-santeil) Waffenfetischisten, nicht weiter zu verantworten.

>Wir fordern ein Verwendungsverbot bleihaltiger Munition

 

 

3.)  Verbot der Fallenjagd

Die Jagd mit Fallen stellt das Übelste Jagdverfahren überhaupt dar und gehört mit sofortiger Wirkung verboten. In den meisten Fällen (und auch hier erst durch Lockstoffe angelockt), verenden die in Fallen gefangenen Tiere langsam und qualvoll. Die Fallen sollen angeblich sofort Töten, dies geschieht aber nur sehr selten. Oftmals werden die Tiere in den Fallen lediglich eingeklemmt und kommen nicht mehr frei. Abgetrennte Gliedmaßen oder aus Befreiungsversuchen resultierende Selbstverstümmelungen sind das Ergebnis. Selbst Tiere, für die solchen Fallen überhaupt nicht aufgestellt  wurden, geraten in diese grausamen Fanggeräte  und verenden stets sehr qualvoll, da lediglich die Blutversorgung der Organe verringert bzw. unterbrochen wird.

>Wir fordern ein generelles bundesweites Verbot dieser Fangmethoden

 

 

4.)  Abschaffung der Zwangsmitgliedschaften von Grundeigentümern

Zwangsmitglied in einer Jagdgenossenschaft ist jeder, der weniger als 75 ha Land zu seinem Grundbesitz zählt. Er muss es dulden, dass auf seinem Grund und Boden Hochsitze errichtet werden und Tiere dem Hobby „Jagd“ zum Opfer fallen. Er hat sämtliche Selbstbestimmungsrechte hinsichtlich Genehmigungen oder Verweigerungen, dieses Hobby betreffend, verloren. Der Europäische Gerichtshof hat in einem früheren Urteil einem französischem Kläger Recht gegeben, der diese Regelung angefochten hat. Deutschland verweigert die Übernahme dieses Urteils mit einer fadenscheinigen Begründung. Eine Anerkennung und Übertragung dieses Urteils nach Deutschland wäre nicht denkbar, so das Gericht. Wir dagegen, sehen hier einen dringenden Handlungs-, bzw. Änderungsbedarf,

>Wir fordern eine Übernahme des EU-Rechts, auch in dieser Hinsicht.

 

 

 


 

Zusammenfassung:

Wir fordern ein striktes Verbot für:

- die Fallenjagd, die Treibjagd und die Baujagd

- die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren

- das Töten von Haustieren durch Abschuss sowie durch Fallen

- das Aussetzen von jagdlich interessanten Tierarten

- die Verwendung bleihaltiger Munition

- die erzwungene Mitgliedschaft von Grundeigentümern in Jagdgenossenschaften

 

 

Weitere Maßnahmen

 

Tierärztliche Hilfe für verletzte Tiere muss gewährt werden. Die natürliche Einwanderung von ehemals heimischen,

mittlerweile aber ausgerotteten Großsäugern muss stärker gefördert werden und darf nicht in Abhängigkeit von

der Willkür der Jägerschaft und diversen Politikern stehen.

 

Um z.B. den „Jagd-Tourismus“ wirksam einzudämmen, muss die Werbung für Jagdreisen und die Einfuhr von Jagdtrophäen

verboten werden. Die Jagd in Naturschutzgebieten muss generell eingestellt werden. Große Schutzgebiete (ohne Jagd) müssen

als Testgebiete eingerichtet und für längeren Zeitraum sich selbst überlassen werden. Den Wildtieren müssen wieder jagdfreie,

zusammenhängende, große Lebensräume im Sinne einer Biotopvernetzung zur Verfügung stehen.

 

Eingriffe zur Nutzung eines Finanzorientierten ökologischen Gleichgewichtes sind unterzuordnen und im Vorfeld

eines strengen kritischen Genehmigungsverfahrens zu unterziehen. Gleiches gilt für landwirtschaftlich genutzte offene

Landschaften mit Kleingehölz und Kleingewässern. Die vorhandenen und veralteten Jagdgesetze müssen durch eine

ökologisch durchdachte Naturschutzgesetzgebung abgelöst werden. Der Status eines Naturschutzverbandes muss dem

Deutschen Jagdschutzverband und seinen zahlreichen Untergruppierungen mit sofortiger Wirkung aberkannt werden.

Des Weiteren sind alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Einflussnahme von Jägern auf Kinder und Jugendliche

in Schulen und Kindergärten zu unterbinden.