Waidmanns - (Un)-heil”

Unfallopfer und "Erlegtes" der Jahre :

 

2005

2006

2007

2008

2009

2010


 

-  Erklärung zu den viele Anfragen  -

 

Wir berichten hier nicht über den "Wilden Westen"

 

Die folgenden Berichte stammen größtenteils aus Deutschland sowie aus dem benachbarten Ausland

Es sind Länder, in denen jeder, der einen Jagdschein hat, auch mit lockerem Zeigefinger und schnellem Schuss dabei ist,

wie man aus den oben gelisteten Chroniken ersehen kann.

 

 

Wie schnell es, selbst am Tage, zu tödlichen Verwechslungen kommen kann, verdeutlicht einmal diese Fotomontage

die uns freundlicherweise von Herrn Rolf Tingler zur Verfügung gestellt wurde.

 

 

 

 

Angesichts der Tatsache,

das der Wald immer öfter von Normaldenkenden Menschen zur Erholung aufgesucht wird,

stellt sich hier die berechtigte Frage,

wie lange wir dieser grünen Truppe noch ihren Abenteuerspielplatz uneingeschränkt überlassen wollen.

 

 


 

 

Fehler beim Schießen, Abstürze von Ansitzen oder falscher Kanzelbau, Unfälle bei der Jagd häufen sich. Besonders gefährlich wird es bei den so genannten Maisjagden, wenn Wildschweine erlegt werden sollen. Beileibe keine Einzelfälle, heißt es bei der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Berlin, wo Jagdunfälle erfasst werden.

 

"Wir können leider seit Jahren kaum eine Änderung bei Jagdunfällen feststellen", meint Jürgen Kulmann, technischer Aufsichtsbeamter der Berufsgenossenschaft, wo schwere und leichte Missgeschicke der Jagdbesitzer und -pächter in den neuen Bundesländern registriert werden. Schussverletzungen durch den Jäger selbst oder die Mitjäger gehören ebenso dazu wie Abstürze von Kanzeln, mangelnde Umsicht oder schlechte Jagd-Organisation.

 

"Wenn wir von solchen Unfällen erfahren, werten wir das in den Jägerschaften aus", sagt Frank Herrmann, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes in Thüringen.

Im Freistaat wurden von der Berufsgenossenschaft für das vergangene Jahr 38 Jagdunfälle registriert, drei davon an Hochsitzen. Das sind deutlich mehr als im Jahr zuvor (27). Für alle neuen Bundesländer stehen in den Unterlagen 220 Jagdunfälle. Thüringen hat allerdings die wenigsten, auch keinen tödlichen. Am meisten geschieht in Brandenburg, dort kam es zu 56 Zwischenfällen, gefolgt von Sachsen mit 43.

 

Besonders gefährlich sind die Maisjagden. "Meist werden solche Jagden spontan organisiert, Bauern wollen sich ihre Feldfrüchte nicht von Wildschweinen abfressen und zertrampeln lassen", sagt Jürgen Kulmann. Doch die Eile geht oft zu Lasten der Sicherheit. Beginn und Ende der Jagd werden vergessen, Schussbereiche manchmal nicht benannt. Am problematischsten sind die Standplätze der Schützen. Oft sehen sie ihr Schussfeld nicht richtig, wenn sie am Feldrand stehen.

 

Jürgen Kulmann: "Die wichtigste Jagdvorschrift wird im Eifer oft vergessen.

Ein Schuss darf erst abgegeben werden, wenn sich der Schütze vergewissert hat, dass keiner gefährdet ist."

 

"Schusshitzigkeit", wie Waidmänner solches Verhalten nennen, ist dabei das Problem.

Der Jäger feuert, ohne das Umfeld ausreichend zu kontrollieren.

 

Die Behandlungs-, u. Folgekosten zahlt die Berufsgenossenschaft, wo die meisten Jäger versichert sind. Nur wenige gingen das Risiko einer privaten Versicherung ein, weil dort die Bandagen viel härter seien, wird gemunkelt. Doch auch die Berufsgenossenschaft prüft, ob fahrlässig gehandelt wurde. Regressverfahren wegen grober Fahrlässigkeit würden aber nur sehr selten eingeleitet.

Experte Kulmann kann keine Entwarnung geben: "Viele Pachtverträge laufen jetzt aus, die Nachfolger bauen neue Ansitze, da steigt die Unfallzahl."

 

Auszug aus dem Bericht der Thüringer Allgemeine Verlag GmbH & Co. KG

Autor: Frank Buhlemann

 

 


 

 

Hallali !


Das "Töten" ist des Jägers Freud,
der Fehlschuss keine Seltenheit,
nur wenn das Blut aus Körpern fließt,
der Jagdfreund seinen Sport genießt.
So ward das Töten einst zum Hobby-
-und bleibt es auch, dank starker Lobby.

 

(Fundstück aus einer Jagdgegnerseite)